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Abkürzung über Gleise: Jugendliche legen Bahnverkehr lahm | BR24

© Bundespolizeiinspektion München

Eine Anwohnerin ließ der Polizei ein Foto der Jugendlichen zukommen

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    Abkürzung über Gleise: Jugendliche legen Bahnverkehr lahm

    Vier jugendliche Gleisläufer haben im Bereich des Münchner Südrings einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Ein Zug mit 300 Fahrgästen musste schnell bremsen, der Bahnverkehr zwischen München und Rosenheim war erheblich beeinträchtigt.

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    Von
    • Frank Jordan

    Weil sie auf den Gleisen im Bereich des Münchner Südrings unterwegs waren, haben vier Jugendliche am Montagabend den Bahnverkehr zwischen München und Rosenheim lahmgelegt. Ein Zug mit rund 300 Personen an Bord musste schnell abbremsen. Es kam zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei. Verletzt wurde niemand.

    Rettungskräfte, Feuerwehr und Polizei angerückt

    Der Lokführer eines aus Bologna kommenden Railjets hatte gegen 18.30 Uhr zwischen Ost- und Hauptbahnhof mehrere Personen auf dem Nachbargleis gesehen und deshalb sicherheitshalber eine Schnellbremsung eingeleitet. Der Zug kam erst 800 Meter später zum Stehen. Weil zunächst unklar war, ob bei der Aktion jemand verletzt wurde, rückten Rettungskräfte, Feuerwehr sowie mehrere Streifen der Landes- und Bundespolizei aus und suchten die Bremsstrecke ab.

    Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr

    Noch vor Ort konnten zwei 15- und 16-jährige Mädchen unverletzt aufgegriffen werden, ihre geflüchteten beiden 15- und 16-jährigen männlichen Begleiter stellten sich wenig später selbst. Die laut Polizei sichtlich eingeschüchterten Jugendlichen gaben an, dass sie nur eine Abkürzung über die Gleise nehmen wollten. Gegen sie wird jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.

    Außerdem könnten auf die vier Minderjährigen beziehungsweise ihre Eltern noch die Kosten des Polizeieinsatzes sowie privatrechtliche Forderungen der Bahn dazukommen.

    Verspätungen zwischen München und Rosenheim

    Die gesperrte Strecke konnte erst nach mehr als einer Stunde wieder freigegeben werden. 21 Züge zwischen München und Rosenheim hatten dadurch Verspätung. Die 300 trotz Schnellbremsung unverletzt gebliebenen Reisenden aus Bologna kamen erst anderthalb Stunden später am Hauptbahnhof an. Die Bundespolizei nimmt den Fall wieder einmal zum Anlass, dringend vor solchen lebensgefährlichen, leichtsinnigen Aktionen zu warnen.

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