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Abgestürzt: Höhlenkletterer aus Oberfranken schwer verletzt | BR24

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Beim Erkunden eines ehemaligen Schieferbruchs bei Lehesten in Thüringen hat sich ein Kletterer aus Oberfranken schwer verletzt. Der Mann musste aus der Höhle gerettet werden.

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Abgestürzt: Höhlenkletterer aus Oberfranken schwer verletzt

Beim Erkunden eines ehemaligen Schieferbruchs bei Lehesten in Thüringen hat sich ein Kletterer aus Oberfranken schwer verletzt. Der Mann musste aus der Höhle gerettet werden.

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Gemeinsam mit drei anderen Hobbykletterern war der Mann aus dem Raum Hof in ein abgesperrtes Höhlensystem eingestiegen. Aus bislang unbekannten Gründen stürzte der Kletterer etwa sechs Meter in die Tiefe und verletzte sich am Bein, teilte die Polizei mit.

Großeinsatz für die Retter

Weil der Mann und seine Begleiter es aus eigener Kraft nicht mehr aus der Höhle herausschafften, setzten sie einen Notruf ab. Etwa 50 Helfer kamen bei der schwierigen Rettung zum Einsatz. Neben der Feuerwehr Lehesten halfen auch die Kräfte der Bergwacht aus Thüringen und Bayern sowie die bayerische Höhen- und Höhlenrettung. Der Großeinsatz zog sich über die ganze Nacht hindurch. Erst am Sonntagmorgen gegen fünf Uhr konnte der letzte Kletterer geborgen werden. Der verletzte Mann wurde in eine Klinik gebracht.

Ermittlungen gegen die Kletterer

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch. Der nahe der bayerischen Grenze gelegene Oertelsbruch ist unter Kletterern ein bekannter Ort. Immer wieder steigen dort unerlaubterweise Sportler ein, so die Polizei. Zu einem derartigen Vorfall sei es nach bisherigen Erkenntnissen aber noch nicht gekommen.

Der Schieferabbau im Oertelsbruch hat eine lange Geschichte. Im Zweiten Weltkrieg wurden dort auch Zwangsarbeiter eingesetzt. In der Nähe befand sich ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald.