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Abensberger Todesschütze: Polizei prüft psychische Erkrankung | BR24

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Ein Alptraum vor zwei Tagen in Abensberg: Auf dem Parkplatz eines Supermarktes fallen Schüsse, ein Mann wird getötet, ein weiterer schwer verletzt. Der Täter wurde schnell gefasst, langsam kommen die Hintergründe der Tat ans Licht.

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Abensberger Todesschütze: Polizei prüft psychische Erkrankung

Nach den tödlichen Schüssen im niederbayerischen Abensberg ist das Motiv für die Tat weiter unklar. Laut Polizei könnte aber eine psychische Krankheit des Täters eine Rolle gespielt haben. Handy-Videos sollen helfen, weitere Erkenntnisse zu erlangen.

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Die tödlichen Schüsse von Abensberg im Landkreis Kelheim beschäftigen die Ermittler weiterhin. Die Kripo Landshut hat eine mehrköpfige Ermittlungsgruppe gegründet. Die Beamten haben mittlerweile einen Verdacht, wie es zu der Bluttat kommen konnte.

Psychische Erkrankung spielte eventuell eine Rolle

Das Motiv für die Tat sei weiter unklar, gibt die Polizei am Freitag bekannt. Allerdings haben die Ermittler eine Vermutung: Der psychische Krankheit des Täters könnte eine Rolle gespielt haben. Details dazu gab die Polizei keine bekannt. Die Staatsanwaltschaft Regensburg gebe entsprechende Untersuchungen in Auftrag.

Kripo sucht Zeugen

Die Kriminalpolizei Landshut hat mittlerweile die mehrköpfige Ermittlungsgruppe "Abens" gegründet und einen Zeugenaufruf gestartet. Beispielsweise wollen die Beamten wissen, ob jemand einen Streit zwischen den Männern mitbekommen hat. Die Polizei versuche darüber hinaus mit Hilfe von Handy-Videos von Augenzeugen weitere Erkenntnisse zu erlangen, sagte ein Sprecher.

© Am Tatort vom Mittwochabend scheint wieder Normalität eingekehrt zu sein. Auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt stehen schon wieder die Autos der Kunden. Doch auch wenn der mutmaßliche Täter mittlerweile in Untersuchungshaft sitzt, haben manche, die hier einkaufen, doch ein ungutes Gefühl.

Abensberg nach der Bluttat

Bluttat auf dem Supermarktparkplatz

Am Mittwochabend war vor einem Supermarkt in Abensberg ein 39-Jähriger erschossen worden. Kurz danach wurde in der Nähe ein 46-Jähriger ebenfalls von Schüssen getroffen und schwer verletzt. Er wurde mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen.

Festnahmen noch am Mittwochabend

Ein 41-Jähriger wurde kurz nach der Tat festgenommen und am Donnerstag unter Mordverdacht in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Bei einem 30-Jährigen, den die Polizei mit dem Tatverdächtigen festgenommen hatte, erhärtete sich der Verdacht nicht.

Männer haben sich offenbar gekannt

Nach Erkenntnissen der Polizei sollen sich die vier Männer gekannt haben. Der mutmaßliche Täter wie auch der Getötete haben demnach die serbische sowie die kosovarische Staatsbürgerschaft. Sie stammen aus derselben Region. Es gebe nach aktuellem Stand jedoch weiterhin Unklarheiten, was die Nationalität des Verletzten betrifft.

Für eine politisch motivierte Tat, wie sie die Nationalitäten der Beteiligten nahelegt, gibt es nach wie vor keine Hinweise.