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Ab Montag gilt Distanz-, Wechsel- oder Hybridunterricht | BR24

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Bildrechte: BR Bild, Marijan Murat

Ministerpräsident Markus Söder bezeichnet in einer Pressekonferenz die Weihnachtsferien als große Herausforderungen und unterstreicht die Notwendigkeit, jetzt zu handeln.

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Ab Montag gilt Distanz-, Wechsel- oder Hybridunterricht

Die Infektionszahlen in Mittelfranken sind weiterhin hoch. Viele Städte und Gemeinden haben mit neuen Regeln auf die Situation an Schulen reagiert. Generell wird es keinen reinen Präsenzunterricht ab Montag geben. Ab Mittwoch greifen neue Regeln.

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Von
  • Claudia Grimmer

Bereits seit dem 1. Dezember gibt es in weiterführenden Schulen in Nürnberg einen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht. Das heißt, ein Teil der Schüler bleibt zuhause und arbeitet dort Arbeitsblätter oder Aufgaben selbstständig durch. Der andere Teil der Klasse wird in der Schule unterrichtet. Auch für Mittelschulen galt ab der 8. Klasse diese Regelung. Ab Montag kommen weitere Verschärfungen und anschließend am Mittwoch noch einmal.

Neue Regeln ab Montag

Am 07. Dezember wechseln an der Bertold-Brecht-Schule alle Schularten ab der 5. Klasse in den Wechsel- oder Hybridunterricht. Das gilt ab Montag für alle weiterführenden und beruflichen Schulen ab der 5. Jahrgangsstufe in Nürnberg. Der Schwimm- und Sportunterricht ist weiterhin gestrichen. Ausgenommen von der Regelung sind Förderschulen und Abschlussklassen. In einer Mitteilung der Stadt heißt es weiter, dass Hort-, Mittagsbetreuung beziehungsweise Angebote des offenen und gebundenen Ganztags nur an Tagen wahrgenommen werden könnten, an denen die Schüler den Unterricht besuchen.

Verschärfung der Regel ab Mittwoch

Wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen ruft Bayern ab dem 9. Dezember erneut den Katastrophenfall aus. Das beschloss das Kabinett um Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei einer Sondersitzung am Sonntag in München. Am Dienstag soll der Landtag noch darüber abstimmen.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie schränkt Bayern aber auch den Präsenzunterricht für ältere Schüler ab kommenden Mittwoch generell deutlich ein: Ab Klassenstufe acht sollen die Klassen überall geteilt werden und in Wechselunterricht übergehen. In Hotspots ab einer Inzidenz von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche sollen die Schüler ab der achten Klasse komplett in den Distanzunterricht wechseln. Das gilt laut RKI, Stand 06.12., 0 Uhr) dann auch für das Nürnberger Land (214,9), Nürnberg (350,7), Schwabach (244,0) und Fürth (249,8).

Hybrid-, Wechsel-, Präsenz- und Distanzunterricht

Präsenzunterricht ist das, was in normalen Zeiten gilt. Hier sind alle Schülerinnen und Schüler anwesend in den Klassenzimmern und werden von Lehrern unterrichtet. Beim Hybridunterricht ist eine Hälfte der Klasse anwesend in der Schule, die andere lernt zuhause mit Aufgabenblättern oder Videos. In seltenen Fällen wird ein Livestream an den Schulen angeboten, so dass die Kinder zuhause zeitgleich über eine Schalte verbunden sind und so den Unterricht mitverfolgen können.

Von Bund und den Ländern wurden viele Mittel für Schüler- oder Lehrergeräte bereitgestellt, aber es dauerte sehr lange, bis sie beantragt, bestellt, geliefert und dann auch noch technisch eingerichtet werden konnten. So verfügen nicht alle Schulen über eine optimale Ausstattung für diese Art von Unterricht.

Der Distanzunterricht wird auch als Onlineschooling bezeichnet. Nötig dazu ist eine Lernplattform, also Software mit Schulstoff. Der angeordnete Distanzunterricht unterliegt der Schulpflicht. Die Teilnahme ist daher für die Schüler ebenso verbindlich wie beim Präsenzunterricht. In Bayern stellt das Kultusministerium seit 2012 das Internetportal mebis für alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung. Über diese Lernplattform findet der Distanz- oder Digitalunterricht im Freistaat statt, die Lehrer bleiben mit den Schülern digital in Kontakt.

Auch in Fürth und Schwabach wird auf Distanz unterrichtet

In Fürth liegt der Inzidenzwert nun über 200. Das Staatliche Gesundheitsamt hat deshalb auch hier entschieden, dass an den Schulen ab der achten Jahrgangsstufe der Unterricht in geteilten Klassen als Wechselunterricht (Hybridunterricht) durchgeführt wird, wenn der Mindestabstand von eineinhalb Metern zwischen allen Schülern und Lehrkräften nicht anders durchgehend eingehalten werden kann. Ausgenommen sind Abschlussklassen und Förderschulen. Der Unterricht an Musikschulen und Fahrschulunterricht in Präsenzform sind ebenfalls untersagt.

In Schwabacher Schulen gilt für weiterführende Schulen ab der achten Jahrgangsstufe Wechselunterricht. Ausnahmen sind die Schule am Museum und die jeweiligen Abschlussklassen. Der Sportunterricht bleibt soweit möglich zulässig.

"Wir haben uns hier kurzfristig intensiv mit den Schwabacher Schulen abgestimmt eine bestmögliche und handhabbare Lösung unter den gegebenen Umständen im Sinne der Eltern gefunden." Peter Reiß, Oberbürgermeister der Stadt Schwabach (SPD)

Weihnachtsferien beginnen früher

Bereits vor mehreren Tagen hat sich die Bayerische Staatsregierung für einen früheren Beginn der Weihnachtsferien entschieden. Der letzte Unterrichtstag ist damit laut Beschluss am Freitag, 18. Dezember. Die Schulen in Nürnberg bieten am 21. und 22. Dezember eine Notbetreuung an. Sie gilt jedoch nur für Schüler der Jahrgangsstufe eins bis sechs, für Schüler und Schülerinnen mit einer Behinderung oder Beeinträchtigung und für Förderklassen.

Nach Angaben der Stadt Nürnberg können Schüler an Förderschulen sowie an Schulen für Kranke die Notbetreuung nach Anmeldung ohne besondere Begründung besuchen.

"Für alle anderen gilt: Ihr Kind kann an der Notbetreuung teilnehmen, wenn sie Ihren Jahresurlaub aufgebraucht haben bzw. nicht freigestellt werden, beide Elternteile in einem systemrelevanten Beruf arbeiten, sie alleinerziehend sind und in einem systemrelevanten Beruf arbeiten, sie selbstständig sind und dringenden Betreuungsbedarf haben", teilt die Stadtverwaltung mit.

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