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Nächtliche Ausgangssperren in Schwabens Hotspots | BR24

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Ab Mittwoch gilt eine nächtliche Ausgangssperre in Augsburg

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Nächtliche Ausgangssperren in Schwabens Hotspots

Verschärfte Coronaregeln in Bayern: Ab Mittwoch gelten Ausgangssperren in den Coronahotspots mit einem Inzidenzwert über 200. Dies betrifft in Schwaben die Landkreise Neu-Ulm, Günzburg, Augsburg und die Städte Kaufbeuren und Augsburg.

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Von
  • Jo Schweizer

Bayernweit hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Sonntag für 23 Landkreise und kreisfreie Städte eine 7-Tages-Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern ausgewiesen. Sie gelten somit als Corona-Hotspots. Sollte die Inzidenz nicht unter die Grenze von 200 sinken, gelten dort ab Mittwoch verschärfte Regelungen, darunter eine Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr.

In Schwaben drei Landkreise und zwei Städte betroffen

Die nächtliche Ausgangssperre betrifft – Stand Sonntag – im Regierungsbezirk Schwaben folgende Orte mit einem 7-Tage-Inzidenzwert über 200:

  • Die Landkreise Augsburg, Günzburg und Neu-Ulm.
  • Die Städte Augsburg und Kaufbeuren.

Die wichtigsten Neuigkeiten zum Coronavirus in Schwaben finden Sie hier im Ticker.

Nachts nur noch mit triftigem Grund vor die Tür

Zwischen 21 Uhr und 5 Uhr früh darf die Wohnung dann nur noch aus triftigen Gründen verlassen werden. Als triftige Gründe gelten der Weg zur Arbeit, medizinische Notfälle oder die Begleitung unterstützungsbedürftiger Personen oder Sterbender. Auch die Wahrnehmung des Sorgerechts und eine Runde mit dem Hund sind gestattet.

Im besonders von Corona betroffenen Landkreis Günzburg sagte Gundremmingens Bürgermeister Tobias Bühler, die angekündigten Verschärfungen brächten für den Landkreis nicht die großen Veränderungen, man habe solche Einschränkungen bereits gehabt. Er setze große Hoffnungen auf den Impfstoff und das kommende Frühjahr. Man müsse nun die Menschen dazu bewegen, dass sie zuhause zu bleiben.

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Bürgermeister Tobias Bühler aus Gundremmingen im Landkreis Günzburg zu den angekündigten verschärften Corona-Maßnahmen.

Augsburgs Ordnungsreferent begrüßt Corona-Verschärfungen

Der Augsburger Ordnungsreferent Frank Pintsch begrüßt die Corona-Verschärfungen. Es gehe darum, Privatpartys zu unterbinden. Auch in Augsburg habe man das Problem, dass sich immer wieder zu viele Menschen in Privatwohnungen träfen. Durch die abendliche Sperrstunde könnten diese Treffen besser unterbunden werden, sagte Pintsch. Letztendlich gehe es aber um die Eigenverantwortlichkeit jeder einzelnen Person. Die Kontrollen des städtischen Ordnungsdienstes werden nach Angaben des Ordnungsreferenten in Augsburg verstärkt. Im privaten Bereich seien Kontrollen jedoch der Polizei vorbehalten, so Pintsch.

Zahlen trotz Teil-Lockdown zu hoch

"Wir müssen handeln". Das hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Sonntag nach der Sondersitzung des Kabinetts gesagt. "Alle vier Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an Corona, alle 20 Minuten in Bayern", so Söder. Die Zahl der Neuinfektionen und die Zahl der Todesfälle seien einfach zu hoch. Es drohe eine Überlastung des Gesundheitssystems. "Es wäre eine moralisch und ethisch nicht zu verantwortende Handlungsweise, das einfach laufen zu lassen". Die Regierung müsse jetzt handeln - und es sei "sinnvoll, das noch vor Weihnachten zu tun".

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