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Kitas in Bayern: Ab Juli wieder für alle Kinder offen

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Kitas in Bayern: Ab Juli wieder für alle Kinder offen

Angesichts der positiven Entwicklung bei den Corona-Infektionen hält Bayern am Zeitplan fest: Vom 1. Juli an sollen alle Kinder wieder in ihre Krippe oder ihren Kindergarten dürfen. Den Grünen geht das nicht schnell genug.

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Die bayerische Staatsregierung bleibt bei ihrem Konzept für die schrittweise Ausweitung der Kinderbetreuung. Nach den Pfingstferien, also am 15. Juni, wird die Notbetreuung noch einmal ausgeweitet, am 1. Juli sollen dann auch die letzten Kinder wieder in ihre Krippen und Kindergärten zurückkehren dürfen. Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) bestätigte jetzt den Zeitplan, den Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schon vor zehn Tagen in Aussicht gestellt hatte. Allerdings bleibt es weiterhin beim grundsätzlichen Vorbehalt: Jede Stufe der Öffnung hängt laut Ministerium von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens ab.

Weitere Lockerungen Mitte Juni

Ab dem 15. Juni 2020 können nach Angaben des Ministeriums auch jene Kinder wieder in den Kindergarten, die im Schuljahr 2021/2022 schulpflichtig werden. Gleiches gilt für die Kinder, die am Übergang von der Krippe zum Kindergarten stehen. Darüber hinaus sollen auch Geschwisterkinder wieder betreut werden, wenn sie dieselben Einrichtungen besuchen. Dann wären laut Ministerium wieder rund 80 Prozent der Kinder zurück in ihren Einrichtungen. "Ab dem 1. Juli 2020 wird das dann, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt, wieder allen Kindern möglich sein", sagte Trautner.

"Kinder brauchen Kinder"

Die Ministerin betonte: "Kinder brauchen Kinder! Auch den Eltern wollen wir eine Perspektive geben. Daher steht nun die nächste Ausweitung der Notbetreuung bevor." Für die erneuten Lockerungen sind dem Ministerium zufolge die Bedürfnisse der Kinder ausschlaggebend. Mit zunehmendem Alter der Kinder seien themenbezogene Bildungs- und Erziehungsziele wichtig. "Aus pädagogischer Sicht wollen wir auch die Krippenkinder auf den Übergang in den Kindergarten vorbereiten und ihnen den Abschied von ihrer Einrichtung ermöglichen", sagte Trautner.

Details, wie die Betreuung aller Kinder in den Einrichtungen konkret umgesetzt werden soll, nannte das Ministerium in seiner Pressemitteilung nicht. In seinem Newsletter zur Kinderbetreuung schreibt das Ministerium aber, dass feste Gruppen gebildet werden sollen, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. "Diese sollen von festen pädagogischen Kräften betreut werden." Die "absolute Größe der Gruppe" sei nicht entscheidend. In den ersten Phasen der Notbetreuung waren Kinder zunächst nur in sehr kleinen Gruppen betreut worden.

Grüne kritisieren Zeitplan

Für die Grünen-Landtagsfraktion ist der Zeitplan der Staatsregierung bei der Kinderbetreuung nicht nachvollziehbar. "Die bisherigen Ausweitungen haben keinen spürbaren Anstieg der Infektionszahlen zur Folge gehabt. Die Studienlage deutet klar darauf hin, dass Kinder eben keine Virenschleudern sind, wie zu Beginn der Krise vermutet worden war", betonte der Grünen-Sprecher für frühkindliche Bildung, Johannes Becher.

Seiner Meinung nach ist es daher "völlig absurd", ab dem 15. Juni immer noch die letzten 20 Prozent der Kinder für weitere zwei Wochen auszuschließen und gleichzeitig mit den Bedürfnissen der Kinder zu argumentieren. Die Grünen halten laut Becher eine Öffnung der Einrichtungen für alle Kinder ab dem 15. Juni für verantwortbar. "Mit festen Gruppen, entsprechenden Hygienekonzepten und dem Recht auf wöchentliche Testung für das Personal geben wir so viel Sicherheit wie möglich."

Präsenzunterricht für alle Schüler ab 15. oder 22. Juni

Auch an den bayerischen Schulen treten nach den Pfingstferien weitere Lockerungen in Kraft: Dann kehren auch die letzten Jahrgangsstufen wieder in ihre Klassenzimmer zurück. Allerdings sollen die Klassen geteilt und beide Gruppen im Wechsel unterrichtet werden. Somit beginnt für einen Teil der Schüler der Präsenzunterricht wieder am 15. Juni, während der andere Teil dann noch zu Hause lernt und erst einige Tage oder eine Woche später wieder in die Schule darf.

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