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Garderobenhaken in einer Kita

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    Ab heute: Keine Testpflicht für Schnupfennasen in Bayerns Kitas

    Eine kleine Erleichterung für die Eltern von Kita-Kindern: Ab sofort müssen die Kleinen bei minimalen Erkältungssymptomen vorm Kita-Besuch einheitlich kein negatives Corona-Testergebnis vorlegen. Allerdings ist die Regel befristet. Die Details hier.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Die bayerische Staatsregierung hat die Corona-Regeln zum Besuch von Kindertageseinrichtungen und heilpädagogischen Tagesstätten vorläufig bayernweit gelockert; bisher waren die Gesundheitsämter zuständig.

    So können ab dem heutigen Donnerstag Kinder unabhängig von der Infektionslage in den Städten und Landkreisen auch mit leichtem Schnupfen und gelegentlichem Husten ohne negativen Corona-Test weiter die Einrichtungen besuchen. Wichtig allerdings: die Kinder dürfen kein Fieber haben.

    Auch für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 ist der Besuch ihrer Grundschule oder einer Betreuungseinrichtung (Hort) mit leichten Erkältungssymptomen jetzt einheitlich erlaubt.

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    Bisher galt im Freistaat ein Drei-Stufen-Plan, der bei hohem Infektionsgeschehen einen Test verpflichtend vorsah. Die neue Regelung gilt zunächst bis 30. November - und selbstverständlich nicht für ernstlich erkrankte Kinder mit Fieber, starkem Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall. Diese dürfen laut Familienministerium wie bisher erst wieder in die Kita, wenn sie 24 Stunden symptomfrei sind und einen negativen Corona-Test oder ein ärztliches Attest vorlegen können.

    Familienministerin Carolina Trautner (CSU) erklärte, mit der Neuregelung wolle man die Interessen der Kinder und der Eltern auch in Pandemiezeiten stärken.

    Die Probleme der Kleinkinderbetreuung in Coronazeiten

    In Kitas und Kindergärten ist die Situation derzeit angespannt. Die Erzieherinnen und Erzieher klagen über neue Bürokratie. Die Kleinkinder irritieren die Masken, weil sie die Mimik ihrer Kontaktpersonen nicht erkennen können. Auch sonst kommt das Zwischenmenschliche oft zu kurz. "Die Kinder werden reingeschoben, und die Eltern müssen sich wieder verabschieden", berichtet eine Münchner Erzieherin.

    Zumindest in einem Punkt bringt die neue Regelung für Eltern und Betreuungspersonal Erleichterung: Die Frage, ab wie vielen "Husterern" und Schniefern der Kleinen sie Maßnahmen ergreifen müssen, ist fürs Erste pragmatisch beantwortet.

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