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S-Bahn am Münchner Flughafen

Erstmals wird es ab 9. Dezember eine Direktverbindung aus Niederbayern und der Oberpfalz zum Münchner Flughafen geben. Über die fertiggebaute Neufahrner Kurve können Expresszüge aus Regensburg und Landshut den Airport ansteuern. Dies ist die größte Angebotsverbesserung im bayerischen Bahnverkehr zum Fahrplanwechsel.

Daneben werden in allen Regionen zusätzliche Verbindungen und zum Teil neue Waggons sowie mehr Aufzüge und Rolltreppen auf den Bahnhöfen angeboten. Die Bayerische Eisenbahngesesllschaft (BEG), die im Auftrag des Freistaats den Bahn-Regionalverkehr plant, organisiert und finanziert, hat diese Verbesserungen aufgelistet.

Alle Regionen profitieren

In Unterfranken kommt von Aschaffenburg nach Wiesbaden die Hessische Landesbahn zum Zug. Das bringt einen Stundentakt zwischen Aschaffenburg und Wiesbaden.

In Oberfranken sorgen zusätzliche Gleise zwischen Baiersdorf und Forchheim für stabileren Zugverkehr. Die S1 von Nürnberg nach Bamberg bedient Forchheim wieder zur halben Stunde. Es gibt mehr Regionalzüge nach Thüringen und Sachsen.

In Mittelfranken fahren ganztags wieder zwei Züge pro Stunde von Feucht Richtung Nürnberg bis Altdorf. Der München-Nürnberg-Express erhält Doppelstockwagen.

In Schwaben werden neue Züge von Landsberg nach Augsburg sowie von Füssen nach Augsburg und München fahren; die private Bayerische Regiobahn hat hier gegen DB Regio die Ausschreibung gewonnen. Die Verbindungen nach Ulm bietet ebenfalls eine Privatbahn an, es gibt teilweise mehr Züge am Wochenende.

Wegen der Elektrifizierung der Strecke Richtung Lindau und Zürich gibt es im Allgäu wieder Baustellen. Der Augsburger Hauptbahnhof nimmt den neuen Bahnsteig F in Betrieb: Über ihn sollen Fahrgäste barrierefrei direkt zur Straßenbahn kommen.

In Oberbayern wird die Verbindung von Mühldorf nach Salzburg künftig stündlich angeboten. Bei der S-Bahn München geht die Modernisierung der alten Züge weiter, die dann mehr Platz bieten. Bis Ende 2020 sollen alle 238 Münchner S-Bahnen umgebaut sein.

Die Bayerische Oberlandbahn erhält zwischen München und Tegernsee mit Finsterwald einen neuen Haltepunkt. So bekommt die Realschule Tegernseer Tal Schienenanbindung. Auch bei der Mangfallbahn gibt es neue Haltepunkte. In Rosenheim kommt der Halt Aicherpark hinzu.

In 75 Minuten von Regensburg zum Flughafen

Größte Neuerung ist aber die neue Linie von Regensburg über Landshut zum Flughafen München. Das ist die langersehnte Direktanbindung Niederbayerns und der Oberpfalz an den Flughafen. Dieser neue sogenannte Flughafenexpress fährt stündlich. Die Züge halten in Obertraubling, Köfering, Hagelstadt, Eggmühl, Landshut, Moosburg und Freising. Neufahrn und Ergoldsbach werden stündlich angefahren. Die Fahrzeiten sind 75 Minuten von Regensburg, 35 Minuten von Landshut und 13 Minuten von Freising (jeweils bis zum Flughafen).

Es wird mit dem neuen Fahrplan auch durchgehende Züge zwischen Ingolstadt und Plattling geben. Wegen der Baustelle auf der A3 bietet DB Regio Doppelstockzüge in Richtung Regensburg. Sie halten zusätzlich in Undorf und Regensburg-Prüfening. Frühpendler erhalten eine Verbindung am Morgen von Straubing nach Regensburg gegen 5 Uhr.

Bahnhöfe werden barrierefrei

DB Regio verlängert Regionalexpress-Verbindungen der Linie Nürnberg-Amberg-Schwandorf bis Regensburg. Außerdem werden mehrere Bahnhöfe in Ostbayern barrierefrei oder zumindest weiter in diese Richtung ausgebaut.