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"Aal-Taxi" rettet Fische vor tödlicher Gefahr | BR24

© picture alliance/Axel Heimken/dpa

Zum Transport kommen die Aale in ein mit Wasser gefülltes Gefäß

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    "Aal-Taxi" rettet Fische vor tödlicher Gefahr

    Die Aale im Main gehen derzeit wieder auf Wanderschaft. Die Staustufen am Main können für die Tiere dabei aber zur tödlichen Falle werden. Die Lösung: das Aal-Taxi. Die Fische werden gefangen und an anderer Stelle wieder ausgesetzt.

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    Noch machen sich erst wenige geschlechtsreife Aale auf den Weg zu ihren Laichgewässern in der tausende Kilometer entfernten Sargassosee. Wenn durch den Herbstregen der Wasserstand des Mains steigt, nutzen die Fische die Strömung und ziehen los. Mit den 34 Staustufen des Mains und den dazugehörigen Kraftwerken droht dann aber ein unüberwindbares und oft tödliches Hindernis.

    Im Main gesammelt, im Rhein ausgesetzt

    Dann schlägt die Stunde für das Hilfsprogramm "Catch & Carry", initiiert vom Kraftwerkbetreiber Uniper und dem Fischereiverband Unterfranken. Die Idee dahinter: 90 Prozent der Aale werden in Harrbach im Landkreis Main-Spessart an der Staustufe gefangen und in Transportbehältern gesammelt. Von dort treten sie dann lebend und per Lieferwagen ihre Reise nach Rüdesheim am Rhein an. So wird den Fischen der flussabwärts oft tödliche Weg durch die Schleusen erspart.

    Bis zu 500 Kilogramm Aal täglich

    Derzeit läuft nur alle drei Tage eine Probefischung. Voraussichtlich erst Ende des Monats, wenn die Sportboot-Schleuse in Harrbach geschlossen ist und auf einen steigenden Wasserspiegel gehofft werden darf, landen auch schon mal 500 Kilogramm in den Netzen für den späteren Abtransport. Die Aal-Taxi-Aktion dauert in der Regel bis Ende Februar.

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