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Demolierte Autos nach der Massenkarambolage auf der A9 bei Ingolstadt

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A9-Massenkarambolage: Münchner nach wie vor in Lebensgefahr

Die Zahl der beteiligten Fahrzeuge war mit 65 enorm. Auch die Schadenshöhe bei der Massenkarambolage auf der A9 bei Ingolstadt ist rekordverdächtig - die Polizei geht von mindestens 500.000 Euro aus. Ein Münchner schwebt nach wie vor in Lebensgefahr.

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Von
  • Günther Rehm

Von einer in ihrem Bereich "noch nie" dagewesenen Massenkarambolage spricht die Ingolstädter Verkehrspolizei nach dem Massenunfall auf der A9 am Freitagmittag. 65 Fahrzeuge, davon 13 Lastwagen, waren beteiligt. Drei Menschen wurden schwer verletzt. Einer davon, ein 25-jähriger Münchner, musste mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen werden. Er schwebt in Lebensgefahr. 15 Menschen wurden leicht verletzt. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf mindestens 500.000 Euro.

Auslöser war ein unwetterartiger Graupelschauer

Um 11.54 Uhr waren bei der Polizei die ersten Mitteilungen über eine Massenkarambolage in Richtung München auf Höhe der Rastanlage Köschinger Forst eingegangen. Zuvor hatte ein unwetterartiger Graupelschauer die gesamte Fahrbahn innerhalb weniger Sekunden in eine weiße Rutschbahn verwandelt. Eine Immobilienmaklerin aus Fürth war die erste Autofahrerin, die mit ihrem Pkw ins Schleudern kam und mit einem auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden polnischen Lkw kollidierte.

Wahrgewordener Alptraum

Was dann folgte, liest sich im Polizeibericht wie ein wahrgewordener Alptraum: Der Lkw kam mit eingeknicktem Führerhaus auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen. Die nachfolgenden Autos mussten stark abbremsen, wobei es bereits zu den nächsten Kollisionen zwischen Pkws und einem rechts fahrenden Lkw kam. Dieser wiederum schleuderte nach dem Zusammenstoß mit einem Pkw nach links weg und rutschte mit seiner Zugmaschine in die Mittelleitplanke.

Demolierte Autos auf 350 Metern Länge

Die Zugmaschine knickte nach links hinten weg – der Auflieger kam quer zur Fahrtrichtung über sämtliche Spuren hinweg zum Stehen. Die nachfolgenden Autos schafften es nicht mehr rechtzeitig, auf der rutschigen Fahrbahn stehenzubleiben oder auszuweichen. Die Unfallstelle erstreckte sich über eine Länge von 350 Metern.

Autobahn erst nach Stunden wieder komplett frei

Polizei, Rettungs- und Abschleppdienste waren stundenlang im Großeinsatz. Das THW Eichstätt half mit sechs Kräften, die umliegenden Feuerwehren mit mehr als 90. Die A9 musste anfangs komplett gesperrt werden. Kilometerlange Staus waren die Folge. In Richtung Nürnberg konnte die Autobahn erst um 17.15 Uhr wieder vollständig freigegeben werden, in Richtung München um 19 Uhr.

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Bei einer Massenkarambolage auf der A9 in der Nähe von Ingolstadt sind 18 Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei waren 65 Fahrzeuge verwickelt.

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