BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR/Michael Buchner
Bildrechte: BR/Zara Kroiß

Nachdem die Corona-Teststation Donautal Ost an der A3 bei Passau in der Nacht kurzfristig geschlossen werden musste, läuft der Betrieb jetzt wieder normal. Mittlerweile ist klar: Grund für die Probleme waren erkrankte Mitarbeiter.

55
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

A3-Teststation: Probleme wegen erkrankter Mitarbeiter

Nachdem die Corona-Teststation Donautal-Ost an der A3 bei Passau in der Nacht kurzfristig geschlossen werden musste, läuft der Betrieb jetzt wieder normal. Mittlerweile ist klar: Grund für die Probleme waren erkrankte Mitarbeiter.

55
Per Mail sharen
Von
  • Zara Kroiß
  • Michael Buchner
  • Jana Roller
  • Tobias Bönte

Die Covid-19-Teststation Donautal-Ost an der A3 bei Passau, die von der privaten Firma Eurofins betrieben wird, war Freitagnacht kurzzeitig geschlossen. Mittlerweile laufe der Testbetrieb wieder regulär, versichert das Gesundheitsministerium. Grund für die einstündige Schließung sei die Erkrankung von Mitarbeitern der Nachtschicht gewesen.

Verdacht auf Infektionen - Corona-Teststation ohne Personal

"Bei diesen Mitarbeitern galt es, den Verdacht auf Infektionserkrankungen zunächst abzuklären. Daher konnten die Betroffenen aus Sicherheitsgründen ihren Dienst nicht antreten", teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit.

Heinz Oehl, Geschäftsführer des Betreibers Eurofins: "Wir waren in der Nachtschicht nicht ausreichend besetzt und hatten glücklicherweise den Umstand, dass das BRK mit einigen anderen Hilfsorganisationen schon vor Ort war. Damit konnten wir eine rund eineinhalb bis zweistündige Lücke füllen." Nach 2,5 Stunden habe man dann die Teststation mit neuem Personal wieder komplett in Betrieb nehmen können.

Zuvor ging in der Nacht aber für eine Stunde gar nichts mehr an der Teststation. Als Ehrenamtliche des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) gegen 23 Uhr eintrafen, hätten mehrere Hundert Menschen vor den geschlossenen Zelten gewartet, schilderte BRK-Pressesprecher Sohrab Taheri-Sohi dem BR. "Plötzlich war kein Personal mehr da", berichtete auch Dieter Hauenstein, amtierender Landesbereitschaftsleiter des BRK, der an der Teststation war. Er bestätigte auf BR-Anfrage, dass am späten Freitagabend ehrenamtliche BRK-Helfer die Teststation aufrechterhalten mussten.

Ehrenamtliche springen auch an der Station Hochfelln ein

Die ehrenamtlichen BRK-Helfer waren nicht nur an der Corona-Teststation an der Raststätte Donautal-Ost, sondern auch an der Raststätte Hochfelln-Nord an der A8 im Einsatz, um den privaten Dienstleister Eurofins bei den Testungen zu unterstützen. BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk sagte dem BR am Samstag, in Donautal-Ost und in Hochfelln-Nord würden insgesamt am Tag ca. 90 bis 120 BRK-Mitarbeiter helfen. Das bayerische Gesundheitsministerium hatte das BRK wegen der vielen erwarteten Reiserückkehrer um Hilfe gebeten. An den Teststationen wurden zusätzliche Zelte aufgebaut.

Nach Aussage des BRK-Pressesprechers Taheri-Sohi hatte es auch an der Station Hochfelln am Freitag Probleme gegeben. Es kam zu langen Wartezeiten, so dass auch hier das BRK in der Nacht kurzfristig eingesprungen ist und die Mitarbeiter des privaten Betreibers unterstützte.

Da am Wochenende wegen des Rückreiseverkehrs mit einer hohen Auslastung gerechnet wird, werden die Testzentren Donautal-Ost an der A3 und Hochfelln an der A8 nun um jeweils eine Teststraße erweitert. Diese werden durch das BRK betreut, sagte der BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk dem BR.

Die Stimmung sei nicht schlecht, die Leute hätten vollstes Verständnis, dass diese Testungen sein müssen. Das sei jetzt ein heißes Wochenende - nicht nur witterungsbedingt, sondern auch durch den Rückreiseverkehr am Wochenende aus den Urlaubsgebieten, sagt Stärk.

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) bedankte sich bei den Ehrenamtlichen für die schnelle und flexible Unterstützung: "Das zeigt erneut die Leistungsfähigkeit unserer Hilfsorganisationen."

© BR
Bildrechte: BR

Die privat betriebene Teststation "Eurofins" an der A3 in Passau musste gestern Abend wegen personeller Engpässe geschlossen werden. Das rote Kreuz sprang ein.

© BR
Bildrechte: BR

Interview mit BR-Reporter Jannik Pentz an der Teststation A8 Hochfelln Nord.

Gerüchte über ausbleibende Lohnzahlungen

Die Mitarbeiter, die ihren Nachtdienst an der Teststation Donautal-Ost nicht antreten konnten, gehören zur Firma EcoLog, einem Dienstleister, der die Teststationen für Eurofins betreut. Gerüchten, dass es zu Unruhe unter den EcoLog-Mitarbeitern an der Teststation gekommen sei und einige "das Handtuch geworfen" hätten, trat Oehl entgegen. Er habe zwar keine genaue Kenntnis darüber, weil er nicht vor Ort gewesen sei, das Gerücht, dass EcoLog-Mitarbeiter seit längerer Zeit keinen Lohn mehr erhalten hätten, sei ihm jedoch so nicht bekannt. Er gehe davon aus, dass die Firma EcoLog in diesem Fall bereits mit Eurofins als Auftraggeber Kontakt aufgenommen hätte.

Mitarbeiter von Teststation mit Corona infiziert

Die Privatfirma Eurofins betreibt seit dem 10. August die Covid-19-Teststation an der A3 bei Passau. Am vergangenen Montag wurde bekannt, dass sich ein Mitarbeiter mit dem Virus infiziert habe - wo ist jedoch unklar. Daraufhin gingen die Person und mehrere Kontaktpersonen in Quarantäne.

Da der Mitarbeiter bei der Übergabe der Station am 10. August mit mehreren ehrenamtlichen Helfern in Kontakt war, ließen sich auch diese Freiwilligen abstreichen und begaben sich in Quarantäne. Für andere Tätigkeiten, zum Beispiel im Rettungsdienst, fielen sie vorübergehend aus.

"Darüber spricht Bayern": Der BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!