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800-Quadratmeter-Regel: Wie große Läden sie umsetzen | BR24

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Gestern gab es ein Verwaltungsgerichtsurteil und das setzt die bayerische Staatsregierung nun um: Ab dem 29. April dürfen im Freistaat alle Läden öffnen. Die Verkaufsfläche muss aber auf 800 Quadratmetern begrenzt bleiben.

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800-Quadratmeter-Regel: Wie große Läden sie umsetzen

Bayern hatte auf eine Rüge des Verwaltungsgerichtshofs zur umstrittenen 800-Quadratmeter-Grenze reagiert: Auch größere Geschäfte dürfen laut Staatsregierung wieder öffnen, wenn sie ihre Verkaufsfläche begrenzen. Das führt zu kreativen Lösungen.

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Von
  • Alexander Brutscher

"Einkaufen auf 9.000 Quadratmetern". So steht es auf der Homepages des Modehauses Hirmer. Im Moment geht das nicht. Das Geschäft in München darf zwar wieder öffnen, aber nur wenn die Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter beschränkt wird. Einkaufen auf 800 statt 9.000 Quadratmetern also.

Kleinere Fläche, strenge Hygieneregeln, Maskenpflicht

Geschäftsführer Frank Troch hat sich auf den Zeitpunkt gefreut, das Haus wieder zu öffnen und zu zeigen, "dass man noch am Leben ist". Die Umstände seien zwar wegen der Maskenpflicht und den strengen Hygieneregeln – am Eingang stehen Desinfektionsmittel und Masken – außergewöhnlich, aber grundsätzlich überwiege die Freude. Auch wenn das Geschäft nur auf einer kleinen Fläche öffnen kann. Um die Vorgaben einzuhalten, können Kunden nur durchs Erdgeschoss bummeln. Die Stufen in den ersten Stock blockiert ein dickes blaues Absperrband. Nach unten geht’s auch nicht – an der Treppe versperren mehrere Schaufensterpuppen den Weg.

Vorbereitungen bei anderen Geschäften laufen noch

Galeria Kaufhof am Stachus bereitet sich im Moment noch vor. Zwar war die Lebensmittelabteilung schon geöffnet, die Süßwaren kommen am Dienstag dazu, der Rest ist aber noch dicht. Man wolle es so machen, dass es im Rahmen der Vorgaben perfekt gelinge, das brauche Vorarbeit. Das Kaufhaus Ludwig Beck ist bis auf kleinere Teilbereiche noch dicht. Man wollte erst die endgültige Entscheidung der Staatsregierung abwarten.

Nürnberger Modehauskette darf bayernweit öffnen

Die Nürnberger Modehauskette Wöhrl hatte vor mehreren Verwaltungsgerichten geklagt mit dem Ziel, eine beschränkte Öffnung seiner Filialen auf jeweils 800 Quadratmetern Verkaufsfläche durchzusetzen. In der ersten Instanz hatten das manche Verwaltungsgerichte erlaubt, andere aber nicht. Nun kann Wöhrl bayernweit seine Läden wieder öffnen.

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