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75 Jahre Nürnberger Prozesse: Saal 600 neu wahrnehmen | BR24

© Museen der Stadt Nürnberg/ Memorium Nürnberger Prozesse_ matthaeus photographer

Eingang Memorium Nürnberger Prozesse und Saal 600

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    75 Jahre Nürnberger Prozesse: Saal 600 neu wahrnehmen

    Rund um den Jahrestag 75 Jahre Nürnberger Prozesse plant die Stadt Nürnberg zahlreiche Programmpunkte. Zudem wird in den kommenden Jahren das Memorium Nürnberger Prozesse und der Saal 600 weiterentwickelt – ein Millionenvorhaben.

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    Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten steht der Festakt mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Saal 600. Dort begann vor 75 Jahren der Hauptkriegsverbrecherprozess. Weitere Programmpunkte zum Jahrestag sind unter anderem ein virtueller Poetry-Slam und eine Ausstellung mit Graffitis zu den Nürnberger Prozessen. Wann die Ausstellung öffnet, ist aufgrund der Corona-Pandemie jedoch noch offen.

    Saal 600 mit neuen Technologien erleben

    In den kommenden Jahren soll zudem das Memorium Nürnberger Prozesse, das zeitgleich sein zehnjähriges Bestehen feiert, ausgebaut werden. Auch der Saal 600 wird sich in Zukunft anders präsentieren. Seit Anfang des Jahres finden in dem Saal keine Prozesse mehr statt. Der historisch bedeutende Raum ist dauerhaft für Besucher geöffnet. Geplant sei nun eine multimediale Präsentation, die den Saal im Zustand von 1945 erlebbar macht, sagt Florian Dierl, der Leiter der Abteilung Erinnerungskultur der Museen der Stadt Nürnberg.

    "Dieser Zugang durch Augmented Reality und zeitgenössischen Filmaufnahmen wird es den Besuchern ermöglichen, den Ort nicht nur emotional wahrnehmen zu können, sondern auch die Komplexität des Prozesses und die Leistung der Prozessverantwortlichen besser zu begreifen." Florian Dierl, Leiter der Abteilung Erinnerungskultur der Museen der Stadt Nürnberg

    "Cube 600" soll Besucherzentrum werden

    Die Stadt Nürnberg will zudem den "Cube 600" eröffnen. Dazu wird eine ehemaligen Werkshalle gegenüber des Memoriums umgebaut. Dort sollen Ausstellungen gezeigt werden. Zudem dient das Gebäude während des Umbaus des Memoriums als Anlaufstelle für Besucher. Später soll der Bau zu einem Besucherzentrum umgewandelt werden. Die Maßnahmen werden mindesten fünf Jahre in Anspruch nehmen und schätzungsweise einen zweistelligen Millionenbetrag kosten, so Dierl weiter. Das Ziel sei es, einen Ort der Begegnungen zu schaffen.

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