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70. Allgäuer Festwoche endet mit strahlenden Gesichtern | BR24

© BR/Doris Bimmer

Die 70. Allgäuer Festwoche endet mit strahlenden Gesichtern

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    70. Allgäuer Festwoche endet mit strahlenden Gesichtern

    Die Allgäuer Festwoche in Kempten feierte 2019 ihr 70. Jubiläum. Das Besucherniveau wurde trotz einiger Regenabende gehalten. Der Veranstalter und die Aussteller auf der zugehörigen Messe sind zufrieden. Vor allem ein Händler war freudig überrascht.

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    Mit dem Fazit "rundherum gelungen" schließen die Organisatoren die 70. Allgäuer Festwoche ab. Die offiziellen Besucherzahlen für die neun Festtage liegen erst in ein paar Tagen vor, die Stadt Kempten als Veranstalter schätzt jedoch, dass die Besucherzahlen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen, also bei insgesamt 170.000 Menschen.

    Allerdings kamen in diesem Jahr verglichen mit den Vorjahren mehr Besucher tagsüber, bilanzierte Festleiterin Martina Dufner-Wucher, an mehreren Abenden habe das regnerische Wetter den Feiernden jedoch einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht, nur wenige machten sich auf den Weg zum Festgelände. Im Gegenzug mussten die Veranstalter aber auch an drei Abenden das Festgelände für weitere Besucher schließen, um die maximal zulässige Zahl von 14.500 Menschen nicht zu überschreiten.

    Die Mischung macht's

    Polizei und Stadt sprechen von einer friedlichen und ausgesprochen fröhlichen Festwoche. Der Festwochen-Beauftragte des Stadtrates, Hans-Peter Hartmann, berichtete, in diesem Jahr habe sich niemand bei ihm beschwert, ganz im Gegenteil, jeder habe von der guten Stimmung auf dem Gelände geschwärmt: "Wenn man auf eine Party geht, dann merkt man manchmal, es brennt ein bissle, aber keiner weiß, warum. Das war heuer hier nicht, durch die Bank, jeder war glücklich, jeder war fröhlich." Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle betonte, auch künftig werde man an dem erfolgreichen "Dreiklang aus Wirtschaftsmesse, Kulturtagen und Heimatfest" festhalten und sagte: "Schön war’s".

    Es gab natürlich hin und wieder alkoholbedingte Zwischenfälle, insbesondere an den Abenden, an denen Besucher abgewiesen werden mussten, hätten immer wieder Feierwütige versucht, über den Zaun zu klettern; aber alles in allem blieb alles im Rahmen, OB Kiechle sprach von Bagatelleinsätzen.

    Wirtschaftsmesse bleibt Erfolgsgarant

    Besonders zufriedene Rückmeldungen kamen in diesem Jahr von den Ausstellern. Es sei noch immer so, so der Kemptener OB, dass viele Allgäuer mit Anschaffungen warteten, um sich auf der Festwoche zu informieren und die Produkte dort auch gleich zu kaufen. Die Festwoche habe eine enorme wirtschaftliche Bedeutung für die Region, die dort generierten Umsätze lägen im zweistelligen Millionenbereich.

    Trotz des Erfolgs soll die Festwoche nicht weiter wachsen. Zum einen bietet die Kemptener Innenstadt dafür wenig Spielraum, zum anderen, findet Kiechle, sei die aktuelle Größe mit rund 400 Ausstellern ein gutes Maß, um Wirtschaftsmesse und Heimatfest miteinander zu kombinieren. Genügend Interessenten gäbe es, laut Martina Dufner-Wucher, sie müsse rund 50 Ausstellern jedes Jahr absagen.

    Schneefräsen im August – der Renner

    Besonders ein Aussteller, der Landmaschinen-Händler Wegscheider, wurde positiv von der 70. Allgäuer Festwoche überrascht. Sein Betrieb ist von Beginn an auf der Festwoche vertreten und somit seit 70 Jahren dort anzutreffen. 1949 führte noch sein Vater den Laden, 1973 hat der heutige Eigentümer Hans-Peter Wegscheider die Leitung übernommen. Aber noch in keinem Jahr habe er mehr Schneefräsen auf der Festwoche verkauft, als in diesem, sagt er im BR-Gespräch.