BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

7.000 Unterschriften für die Esel von Pähl | BR24

© BR / Martin Breitkopf

Unterstützer der Eselfarm in Pähl haben 7.000 Unterschriften für den Erhalt der Farm gesammelt

Per Mail sharen

    7.000 Unterschriften für die Esel von Pähl

    Der Eselfarm in Pähl nahe des Ammersees droht das Aus. Der Betrieb sei keine Landwirtschaft und verstoße gegen Baurecht, so das Landratsamt Weilheim-Schongau. Doch die Unterstützer der Farm haben nun 7.000 Unterschriften für den Erhalt gesammelt.

    Per Mail sharen

    Seit mehr als 15 Jahren gibt es in Pähl südlich des Ammersees auf einem Bauernhof eine Eselfarm. Wegen des Baurechts droht der Farm das Aus. Doch die Unterstützer der Farm wehren sich. 7.000 Unterschriften haben sie jetzt zusammengetragen.

    Unterschriften für die Esel

    Vor dem Landratsamt in Weilheim hat Landrätin Andrea Jochner-Weiß (CSU) am Vormittag die 7.000 Unterschriften für den Erhalt der Pähler Eselfarm entgegengenommen. 2.000 davon sollen aus dem Landkreis stammen.

    Um- und Anbauten ohne Baugenehmigung

    Die Eselfarm war ins Visier der Baubehörden geraten, weil in den vergangenen Jahren verschiedene Um- und Anbauten ohne Baugenehmigung errichtet wurden. Der Betrieb sei ein Gewerbebetrieb und keine Landwirtschaft, heißt es im Bescheid des Landratsamts. Doch im Außenbereich darf nur die "privilegierte" Landwirtschaft Gebäude haben.

    Regierung von Oberbayern muss entscheiden

    Das Landratsamt hat das Landwirtschaftsamt eingeschaltet, um zu klären, ob die Eselfarm eine Privilegierung als landwirtschaftlicher Betrieb bekommt. Dann könnte die Farm mit den nicht genehmigten Gebäuden nachträglich genehmigt werden. Die Entscheidung darüber soll jetzt die Regierung von Oberbayern fällen.

    Ihr liegen die Stellungnahmen von Landratsamt und Landwirtschaftsamt vor. Die Betreiberin Anahid Klotz sagte dem BR, sie hoffe, dass ihr Engagement mit einer sozialen Landwirtschaft weiter gehen kann und sie die Privilegierung erhält.

    Hoffnung für Tierfreunde

    Anahid Klotz bietet verschiedene Therapieformen mit ihren elf Eseln an. Darüber hinaus hält sie einige Murnau-Werdenfelser Rinder und Hühner. Sie verkauft handwerkliche Artikel in ihrem Esel-Shop und bietet Sensen-Mäh-Kurse an. Wenn sie die Privilegierung bekommt, kann das fehlende Recht geheilt werden – so heißt der Sprachgebrauch im Amtsdeutsch. Dann wäre für sie und die vielen Tierfreunde im Landkreis die Welt wieder in Ordnung.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!