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6,3 Millionen Besucher auf dem Oktoberfest 2018 | BR24

© BR/Johanna Schlüter

6,3 Millionen Besucher haben das Oktoberfest 2018 besucht.

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    6,3 Millionen Besucher auf dem Oktoberfest 2018

    Die Festleitung ist mit der Wiesn 2018 zufrieden: 6,3 Millionen Besucher besuchten nach erster Schätzung das 16-tägige Münchner Oktoberfest - 100.000 mehr als im Vorjahr. Konstant blieb der Bierkonsum.

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    Etwa 6,3 Millionen Besucher haben das Münchner Oktoberfest 2018 besucht. Das teilte die Festleitung mit. 2017 waren es nur 6,2 Millionen bei 18 Tagen Wiesn, also zwei Tagen mehr. 2015 kamen bei 16 Tagen Oktoberfest nur 5,9 Millionen Besucher.

    Von den 6,3 Millionen entfallen heuer rund 500.000 Gäste auf die Oide Wiesn. Die Festleitung führt die guten Besucherzahlen auf das meist trockene und oft sogar sonnige Wetter zurück.

    Ausländische Gäste kamen vor allem aus den USA

    Neben Einheimischen waren auch wieder viele Gäste aus dem Ausland da. Die meisten von ihnen kamen aus Amerika, Großbritannien, Österreich, Frankreich, der Schweiz, aus den Niederlanden, aus Italien, Australien, Schweden und Belgien.

    Festwirte sind zufrieden

    Auch die Wirte sind erfreut: Trotz des erneut gestiegenen Bierpreises wurden 7,5 Millionen Maß Bier verkauft, das entspricht dem Bierkonsum vom Vorjahr. Bei den alkoholfreien Getränken verzeichnen die Wirte ein Plus von zehn Prozent.

    Über ein Plus von zehn Prozent dürfen sich die Festwirte auch in der Küche freuen. Besonders gefragt waren Traditionsgerichte wie Enten, Haxn, Schweinebraten und Käsespätzle.

    Trotz des Besucheranstiegs wurden weniger Ochsen verzehrt als im Vorjahr: 124 wanderten heuer auf die Teller, 2017 waren es 127. Die Kalbsbraterei meldet einen Verzehr von 48 Kälbern (2017: 59 Kälber).

    Schausteller freuen sich über Umsätze

    Es war "eine hervorragende Wiesn", verkünden die Sprecher der Schausteller. Familiengeschäfte wie "Rund um den Tegernsee" und "Zugspitzbahn" seien ebenso gut besucht gewesen wie die Neuheiten - darunter das "Chaos Pendel" und "Predator".

    Weniger Straftaten als 2017

    Die Straftaten auf dem Oktoberfest sind laut Polizei im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um knapp neun Prozent zurückgegangen - von 1014 im Jahr 2017 auf heuer 924. So habe es etwa weniger Sexualdelikte, weniger Taschendiebstähle und auch weniger Maßkrugschlägereien gegeben. Allerdings seien auf der Theresienwiese heuer 15 Polizisten verletzt worden, etwa doppelt so viele wie 2017.

    Außerdem überschattet ein Todesfall das Fest: Ein Mann war in der ersten Woche nach einem Faustschlag vor einem Bierzelt an einer Hirnblutung gestorben.

    Auch die Bundespolizei hat ein positives Wiesnfazit gezogen: Demnach gab es bei Angriffen gegenüber Beamten kaum verletzte Bundespolizisten. Außerdem sei der Zu- und Abfluss der Festbesucher für alle Einsatzkräfte gut verlaufen. Laut Bundespolizei konnten auch zurückgelassene oder vergessene Gepäckstücke schnell abgearbeitet werden, so dass es nur wenige Einschränkungen gegeben habe. Hilfreich für die Aufklärung von Straftaten war und ist der Polizei zufolge die gut ausgebaute Videoüberwachung an den Bahnhöfen, S-Bahnhaltestellen und in den S-Bahnen.

    Weniger Respekt gegenüber Sanitätern

    Trotz des Besucheranstiegs mussten auf der Wiesn-Sanitätsstation der Aicher Ambulanz weniger Menschen behandelt werden als 2017. Es waren knapp 5.800 Patienten. Die meisten von ihnen kamen mit Schnittwunden an Händen und Füßen. Im vergangenen Jahr waren es knapp 7.000 Patienten. Allerdings ist laut einer Sprecherin der abnehmende Respekt gegenüber Einsatzkräften spürbar, so seien 7 Sanitäter verletzt worden.

    Die in den letzten Jahren verschärften Sicherheitsmaßnahmen hätten sich inzwischen eingespielt und würden gelebt", so die Festleitung. Die Gäste seien es mittlerweile gewohnt, große Gepäckstücke daheim zu lassen.

    Knapp 2.700 Fundstücke im Oktoberfest-Fundbüro

    Im Wiesn-Fundbüro wurden rund 2.685 Fundstücke abgegeben – darunter 840 Ausweise, 460 Geldbörsen, 350 Kleidungsstücke, 350 Smartphones und Handys, 300 Schlüssel, 140 Brillen, 130 Schmuckstücke und Uhren und 90 Taschen. Besonders kurios: Zwei Eheringe eines Paars und die Essensbox eines Lieferservices warten noch auf ihre Besitzer.

    Maßkrüge gefragt als Andenken

    Gern geklaut wurden wie jedes Jahr Maßkrüge als Andenken - 101.000 Krüge konnten aufmerksame Ordner diebischen Besuchern in den Zelten und an den Ausgängen des Festgeländes abnehmen.

    Dirndl und Lederhose waren als Wiesn-Outfits weiterhin angesagt. Vor allem der Mix aus traditionellem Dirndl und flotten Turnschuhen war häufig zu beobachten.