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Ein Verbotsschild für Fußgänger steht auf der Rusel im Landkreis Deggendorf an einer Langlaufloipe

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50 Anzeigen gegen Tagesausflügler im Bayerwald

Die Polizei hat am Wochenende gegen 50 Tagesausflügler ein Bußgeld verhängt. Sie waren bis von München und Fürth in den Bayerischen Wald gekommen. Das ist in fast allen Bayerwald-Landkreisen momentan wegen Corona verboten.

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Von
  • Renate Roßberger

Tagesausflüge aus anderen Teilen des Freistaats in den Bayerischen Wald sind derzeit nicht erlaubt. Trotz dieses Verbots hat die Polizei am Wochenende 50 auswärtige Tagestouristen bei Kontrollen im Arbergebiet und am Geisskopf erwischt. Laut Polizei kamen die Ausflügler aus allen Regionen in Niederbayern und der Oberpfalz, von Deggendorf bis Passau, aber auch aus weiter entfernten Städten wie München und Fürth. Sie alle dürfen momentan nicht in den Landkreis Regen, weil dort touristische Ausflüge von außen wegen einer immer noch über 200 liegenden Inzidenz untersagt sind.

Auswärtige über Autokennzeichen erkannt

Die Polizei war mit Streifenwagen, teils verstärkt auch mit einem Fahrzeug mit Bereitschaftspolizisten, immer wieder in den Hauptausflugszielen Streife gefahren. Ertappt wurden die Leute, die über die Autokennzeichen leicht erkennbar sind, vor allem auf den Parkplätzen am Geisskopf, am Großen Arber und am Großen Arbersee. Sie wurden zum Verlassen des Landkreises aufgefordert und müssen außerdem mit einem Bußgeld rechnen: Der Regelsatz für solche verbotenen Tagesausflüge liegt bei 500 Euro.

Autofahrer räumten Parkplätze frei

Am Großen Arber standen etliche Fahrzeuge auch in Busbuchten. Die Hauptparkplätze dort sind wegen der geschlossenen Pisten gesperrt. Die Parkstreifen am Straßenrand sind nicht geräumt und mittlerweile mit über einem halben Meter Schnee bedeckt, so dass sich der Zustrom auch dadurch begrenzt. Einige Parkplätze waren jedoch von Autofahrern mit Schneeschaufeln geräumt worden.

Einheimische unter sich - Fluch oder Segen?

Die meisten geparkten Autos in den Gebieten waren allerdings Landkreisbewohner, so die Polizei. Einen Ansturm wie vor Inkrafttreten der Regelung gab es nicht.

Momentan ist es Auswärtigen verboten, in die Bayerwald-Landkreise Regen, Freyung-Grafenau, Deggendorf und Passau zu fahren. Nur der Kreis Straubing-Bogen erlaubt derzeit Tagesausflügler. Aber auch dort hielt sich der Ansturm am Wochenende in Grenzen.

Morgen wird entschieden, inwieweit und ob der Lockdown verschärft und verlängert wird. In manchen Bereichen dauert er schon fast ein Vierteljahr, nämlich in Tourismus und Gastronomie. Dort ist seit Anfang November alles zu. Deutlich zu spüren ist das im Bayerischen Wald. Vor allem in Orten, die fast komplett von Urlaubern leben: Bodenmais im Kreis Regen zum Beispiel. Genießt man dort vielleicht sogar die Ruhe und das ungewohnte Dorfleben, jetzt, wo man quasi unter sich ist?

Die "Ruhe" im Lockdown? Ein Stimmungsbild aus dem Touristenort Bodenmais Bayerischen Wald hören Sie hier:

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Die Ruhe im Lockdown. Ein Stimmungsbild aus dem Touristenort Bodenmais im Bayerischen Wald.

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