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48-Stunden Warnstreik bei Nürnberg Stift und Klinikum Nürnberg | BR24

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Pflegekräfte im Altenheim

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    48-Stunden Warnstreik bei Nürnberg Stift und Klinikum Nürnberg

    Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten des Klinikums Nürnberg und der kommunalen Altenpflege im Nürnberg Stift zu einem 48-stündigen Warnstreik aufgerufen. Außerdem beteiligen sich weitere Klinikums-Mitarbeiter bei einem Solidaritätsstreik.

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    In der aktuellen Tarifauseinandersetzung hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten des Klinikums Nürnberg und die kommunale Altenpflege im Nürnberg Stift für Dienstag (13.10.20) und Mittwoch zu einem 48-stündigen Warnstreik aufgerufen. Außerdem wollen die Beschäftigten der Klinikum Nürnberg Service GmbH (KNSG) ebenfalls ihre Arbeit niederlegen - bei einem Solidaritätsstreik. Bereits in der vergangenen Woche haben die Beschäftigten am Nürnberger Klinikum gestreikt.

    Verdi fordert, auch Servicebeschäftigte nach dem Öffentlichen Dienst zu bezahlen

    Zu der Tochtergesellschaft des Klinikums KNSG gehören unter anderem Empfang, Küche, Näherei und die Wäscherei sowie der Transportdienst und der Reinigungsservice. Verdi fordert, dass auch diese Service-Beschäftigten nach dem öffentlichen Dienst bezahlt werden.

    Für Dienstag hat die Gewerkschaft eine gemeinsame Streikkonferenz von 8 bis 14 Uhr aller drei Betriebe im Nürnberger Z-Bau in der Frankenstraße angekündigt. Am Mittwoch soll es dann am Vormittag von 8.00 bis 11.00 Uhr eine Streikdemonstration vom Klinikum Nord über das Seniorenwohnheim St. Johannis zum Rathaus geben, so Verdi.

    Ärger über Notdienstvereinbarung am Klinikum Nürnberg

    Für Ärger sorgte auch im Vorfeld dieses Warnstreiks wieder die Notdienstvereinbarung am Klinikum Nürnberg: Laut Verdi wurden die Verhandlungen darüber seitens des Klinikvorstands abgebrochen, weil sich die beiden Parteien nicht auf eine Bettenreduktion verständigen konnten.

    Klinikum: Bettenreduktion sei in Corona-Zeiten nicht vertretbar

    Das Klinikum bezeichnete eine Bettenreduktion auf der Intensivstation und auf den internistischen Stationen mit Verweis auf die gestiegenen Corona-Fallzahlen am Klinikum Nürnberg als "medizinisch nicht vertretbar". Auch die Dauer des Warnstreiks sei übertrieben, heißt es in einer Mitteilung des Klinikums.

    "Dass die Beschäftigten zum jetzigen Stand der Verhandlungen aufgerufen werden, ihre Arbeit gleich über 48 Stunden niederzulegen, ist aus Sicht des Klinikums unverhältnismäßig." Mitteilung des Klinikums Nürnberg

    Auch Aktion in Nürnberg bei bundesweitem Jugend- und Azubistreik

    Neben dem 48-Stunden-Warnstreik findet in Nürnberg am Dienstag auch eine Aktion im Rahmen des bundesweiten Jugend- und Azubi-Streiktags statt. Dazu erwartet die Gewerkschaft Verdi mindestens 400 Teilnehmende aus Nordbayern und dem gesamten Freistaat.

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