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45.000 neue BR-Mitarbeiterinnen: Bienen im Studio Franken | BR24

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Der BR in Nürnberg hat tausende neue Mitarbeiter: Seit Ende Juni wohnen zwei Bienenvölker mit insgesamt fast 45.000 Tieren in ihren Stöcken im Studiopark in Nürnberg. Die Bienen gehören Bianca Tworowsky.

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45.000 neue BR-Mitarbeiterinnen: Bienen im Studio Franken

Da summt und brummt es auf der Wiese: In den Abendstunden taucht die Sonne die Bienenstöcke in ein warmes Licht. Friedliche Stille umgibt die Bienen, die vor ein paar Wochen auf dem BR-Gelände des Studios Franken in Nürnberg eingezogen sind.

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Der BR in Nürnberg hat tausende neue Mitarbeiterinnen: Seit Ende Juni wohnen zwei Bienenvölker mit insgesamt fast 45.000 Tieren in ihren Stöcken im Studiopark in Nürnberg. Die Bienen gehören Bianca Tworowsky. Die 36-Jährige ist erst vor Kurzem nach Nürnberg gezogen und hat sich als Hobby die Imkerei zugelegt. Weil sie eine schöne Bleibe für ihre ersten Bienenvölker suchte, fragte sie beim BR an. Schnell einigte man sich auf ein ruhiges Plätzchen auf dem großen Parkgelände. “Ich bin sehr zufrieden mit dem Standort“, erzählt Bianca Tworowsky. Das Wind-Sonne-Verhältnis sei optimal, es gebe Wasser auf dem Grundstück – eben alles, was eine Biene brauche.

Bienenvölker werden regelmäßig kontrolliert

Alle paar Tage schaut Bianca Tworowsky nach dem Rechten. Die Erstbehandlung gegen die für Bienen gefährliche Varroa-Milbe haben die Tiere bereits hinter sich. Jetzt geht es ans sogenannte Einfüttern. Um den Bienenstock öffnen zu können und die Tiere möglichst wenig zu stören, kommt zunächst eine Kanne zum Einsatz, aus der Rauch dringt. Durch den sogenannten Smoker wird den Bienen ein Brand in der Nähe vorgegaukelt. Sie verziehen sich nach unten in ihre Behausung. So stellt die Jungimkerin sicher, dass keine der Bienen verletzt wird, wenn sie in den Stock hineinschaut.

Imkerpate unterstützt die Jungimkerin

Mit dabei an diesem lauen Sommerabend ist Michael Fischer. Er imkert seit sechs Jahren und zeigt Bianca Tworowsky als Imkerpate die richtigen Kniffs und Tricks beim Umgang mit den Tieren. Für den 42-Jährigen ist das Imkern mehr als ein Hobby, es ist im Lauf der Jahre zur Leidenschaft geworden, auch weil man eine Verantwortung für ein Lebewesen, also für ein ganzes Bienenvolk habe, sagt er.

Bienen-Königin ist das einzig wirklich wichtige Tier im ganzen Volk

Um ganz sicher zu gehen, dass die Bienen sich gut eingewöhnt haben, wirft Michael Fischer einen Blick auf die Waben. Da sieht alles gut aus. “Wir haben aktuell keine Drohnen mehr in den Völkern, die männlichen Bienen sind rausgeschmissen worden. Das machen Bienen immer.“ Die Königin aber ist noch da. Sie ist markiert mit einem grünem Punkt auf dem Rücken. So sticht sie besser heraus aus den Tausenden von Bienen und ist leichter zu finden. “Das ist das einzig wirklich wichtige Tier im ganzen Volk. Denn wenn die uns jetzt im Juli oder August verloren geht, können die Bienen zwar eine Königin nachziehen. Aber die Königin kann sich nicht mehr paaren, weil es ja keine männlichen Bienen mehr gibt“, erklärt der Fachmann.

© BR/Nicole Schmitt

Imkerpate Michael Fischer unterstützt Jungimkerin Bianca Tworowsky

Mit Zuckerwasser gut durch den Winter

Was es Ende Juli auch kaum mehr gibt, ist ausreichend Futter. Deshalb helfen Bianca Tworowsky und Michael Fischer mit Zuckerwasser nach. Das Einfüttern ist wichtig, damit die Bienen gut durch den Winter kommen. Denn nur wenn sie genug Nahrung haben, pflegen die Bienen auch ihren Nachwuchs. Und der ist lebensnotwendig für den Fortbestand des Volkes. Die durchsichtige Flüssigkeit gießt Jungimkerin Bianca Tworowsky oben in den Bienenstock ein. Über einen Aufstieg gelangen die Bienen schnell an die Futterquelle. “Da ist gleich richtig was los. Die haben’s gefunden“, sagt Michael Fischer. “Jetzt gibt’s eine Woche lang konstanten Futterstrom für ordentliche Brut im Winter.“

Imker wollen Bienen möglichst wenig stören

Zusammen verschließen die beiden Imker nun wieder die Bienenbehausung. Ab jetzt wollen sie die Bienen möglichst wenig stören. Die Tiere bereiten sich bereits auf die kalte Jahreszeit vor und machen den Bienenstock winterfest. Denn ab Oktober beginnt die offizielle Winterruhe für die Bienen. Und wenn alles gut läuft, gibt es im nächsten Jahr vielleicht schon den ersten BR-Honig.

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