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400 Jahre Unibibliothek Würzburg: Festakt und Geldprobleme | BR24

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Die Universität Würzburg startet am Donnerstagnachmittag offiziell das Jubiläumsjahr zum 400-jährigen Bestehen ihrer Bibliothek. Zahlreiche Festredner sind geladen. Doch aktuell plagen die "Unibib" auch Geldprobleme.

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400 Jahre Unibibliothek Würzburg: Festakt und Geldprobleme

Die Universität Würzburg startete am Donnerstagnachmittag offiziell das Jubiläumsjahr zum 400-jährigen Bestehen ihrer Bibliothek. Zahlreiche Festredner kamen. Aktuell plagen die "Unibib" aber auch Geldprobleme.

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Im Zentralgebäude der Bibliothek am Hubland sprachen Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kirche. Unter anderem waren dabei: Oberbürgermeister Christian Schuchardt, der Weihbischof Ulrich Boom, Klaus Ceynowa, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek, die Schirmherrin und ehemalige Landtagspräsidentin Barbara Stamm sowie Judith Gerlach, Bayerns Staatsministerin für Digitales.

Auch Ministerpräsident Markus Söder meldete sich per Videobotschaft zu Wort. Den Abschluss der Redebeiträge übernimmt Hans-Günter Schmidt. Er ist seit 2016 Direktor der Würzburger Universitätsbibliothek. Bei aller Feierlichkeit machte er auch auf die Nöte der Bibliothek aufmerksam.

Unibibliothek ist unterfinanziert

Als eine der traditionsreichsten Hochschulbibliotheken Mitteleuropas ist die "Unibib" chronisch unterfinanziert. Der 1982 eingeweihte Zentralbau müsste dringend saniert werden. Für Bestandserhaltung oder die Digitalisierung analoger Medien hat die Bibliothek nicht einmal einen eigenen Etat.

Gerade in Sachen Digitalisierung leisten die Mitarbeiter seit Jahren wichtige Arbeit: 2004 gründete der heutige Direktor Hans-Günter Schmidt das Digitalisierungszentrum der Universitätsbibliothek. Dieses digitalisiert zum Beispiel den gesamten Handschriftenbestand der Würzburger Dombibliothek – und macht ihn somit weltweit per Mausklick zugänglich.

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Bis Ende Juni können Besucher der Universitätsbibliothek Würzburg wahre Schätze bestaunen. Grund ist das 400-jährige Bestehen der Bibliothek, die zu den Feierlichkeiten ihre wertvollsten Stücke ausstellt.

Querfinanzierung über Drittmittel

Die Gelder für das Digitalisierungszentrum beschafft sich die Unibibliothek größtenteils über Drittmittel. Das kostet viel Zeit und das Personal ist in den damit einhergehenden Projekten gebunden, sagt der Bibliotheksdirektor.

Im Jubiläumsjahr stemmt das Team der "Unibib" neben dem laufenden Betrieb zudem ein umfangreiches Programm. Herzstück ist die Ausstellung "Elfenbein und Ewigkeit". Bis zum 30. Juni 2019 zeigt sie eine Zusammenstellung der wertvollsten Stücke aus den hauseigenen Tresoren und Magazinen, darunter zahlreiche Handschriften aus dem Mittelalter.

Rund um die Ausstellung gibt es zahlreiche Führungen. Am 3. Oktober findet ein großer Tag der offenen Türe statt, bei dem Blicke hinter die Kulissen der Bibliothek möglich sind. Neben den Veranstaltungen in der Zentralbibliothek finden auch in den über die Stadt verteilten Teilbibliothek Lesungen und Führungen statt.