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40 Jahre nach Mord in Aschaffenburg: Anklage erhoben | BR24

© Christiane Scherm/BR

Rund 40 Jahre nach dem Mord an einem 15-jährigen Mädchen in Aschaffenburg soll der mutmaßliche Täter vor Gericht kommen. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage wegen Mordes gegen einen Mann aus dem Raum Aschaffenburg erhoben.

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40 Jahre nach Mord in Aschaffenburg: Anklage erhoben

Rund 40 Jahre nach dem Mord an einem 15-jährigen Mädchen in Aschaffenburg soll der mutmaßliche Täter vor Gericht kommen. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage wegen Mordes gegen einen Mann aus dem Raum Aschaffenburg erhoben.

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Der 57-jährige Mann aus dem Raum Aschaffenburg war damals ein Nachbar der 15-jährigen Christiane. Im Jahr 1979 war er 17 Jahre alt. Er soll die 15-jährige wenige Tage vor Weihnachten im Schlossgarten in Aschaffenburg sexuell missbraucht und erwürgt haben. Ihre Leiche soll er über eine Brüstung 15 Meter in die Tiefe geworfen haben.

Leiche des Mädchens unterhalb der Schlossmauer gefunden

Ein Angestellter der Stadt hatte am folgenden Tag zunächst Kleidungsstücke, dann die nackte Leiche des Mädchens unterhalb der Schlossmauer gefunden. Eine Sonderkommission der Polizei hatte danach mit Hochdruck ermittelt und mehr als 500 Spuren gesichert, konnte aber keinen Verdächtigen finden. 40 Jahre nach dem Mord ist den sogenannten "Cold Case"-Ermittlern der Kriminalpolizei Aschaffenburg nun der Ermittlungserfolg gelungen.

Festnahme 40 Jahre nach dem Mord

Sie konnten den Mann im Mai diesen Jahres festnehmen. DNA-Spuren hatten ihn überführt. Seither sitzt er in Untersuchungshaft. Das Landgericht Aschaffenburg muss nun prüfen, ob es die Anklage zulässt. Tut es das, dürfte mit einem Mordprozess Anfang nächsten Jahres zu rechnen sein.

Mord noch heute Gesprächsthema in Aschaffenburg

Der Mord an Christiane hatte damals in Aschaffenburg für Aufsehen gesorgt – nicht nur, weil das Mädchen erst 15 Jahre alt war. Auch der Fundort der Leiche hatte die Menschen verstört. Das Schloss ist ein zentraler Ort in der Stadt und viele Menschen verbringen dort ihre Freizeit. Die Leiche war unterhalb des sogenannten Frühstückstempels gefunden worden, einem weißen Pavillon auf einem Felsen. Noch heute können sich viele Aschaffenburger an den Mord erinnern.