| BR24

 
 

Bild

Eine volle Papiertonne
© picture alliance / dpa /Tobias Hase

Autoren

Matthias Lauer
© picture alliance / dpa /Tobias Hase

Eine volle Papiertonne

Die Prüfungen waren nach Nürnberg geschickt worden. Dort hat ein Kurier das Paket mit den Arbeiten aber auf einer Altpapiertonne abgelegt. Warum er das getan hat, ist noch nicht klar. Die Ermittlungen laufen.

Papiertonne geleert - Klausuren weg

Die Papiertonne wurde noch am selben Tag geleert, auch eine große Suchaktion nach den Prüfungen und das Kontaktieren des Entsorgungsunternehmens blieben erfolglos: Die Klausuren sind weg. Deshalb hat das Landesjustizprüfungsamt Strafanzeige erstattet.

Betroffene können Ersatzaufgabe schreiben

Um Chancengleichheit zwischen den Betroffenen und anderen Jura-Studenten zu gewährleisten, bietet das Ministerium ein Wahlrecht an: Entweder fertigen die Studenten eine Ersatzaufgabe an, die schnellstmöglich korrigiert werden soll, um an den mündlichen Prüfungen ab Anfang Juli teilnehmen zu können oder sie verzichten auf eine Wiederholung der Klausur. In diesem Fall wird das Ergebnis ihrer schriftlichen Prüfung nur aus den verbliebenen fünf Prüfungsarbeiten errechnet.

Prüfungsamt berät Maßnahmen

Damit sich künftig ein derartiger Fall nicht mehr wiederholen kann, wolle man sich jetzt im Landesjustizprüfungsamt zusammensetzen, um über "konkrete Maßnahmen" zu sprechen. Wie es heißt, prüfe das Landesjustizamt schon seit einiger Zeit, wie eine digitale Abwicklung der juristischen Staatsprüfungen möglich wäre. Erst letztes Jahr im Juni gingen Staatsexamensprüfungen von sieben Lehramtsstudenten der Uni Passau auf dem Postweg verloren.

Autoren

Matthias Lauer

Sendung

Mittags in Oberbayern vom 21.03.2019 - 12:15 Uhr