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Corona-Massentests für 4.000 tschechische Pendler | BR24

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Bei der ab Montag geltenden verschärften Testpflicht für tschechische Berufspendler will der Landkreis Cham Staus mit einer schnellen Testabfolge verhindern.

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Corona-Massentests für 4.000 tschechische Pendler

Ab Montagfrüh gilt eine verschärfte Testpflicht für tschechische Berufspendler. Der Landkreis Cham will Staus mit einer schnellen Testabfolge verhindern. Mit zwei zusätzlichen Stationen will der Landkreis rund 12.000 Tests pro Woche schaffen.

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Von
  • Sebastian Wintermeier
  • Rudolf Heinz
  • BR24 Redaktion

Bei der ab Montagfrüh (25.01., 5 Uhr) geltenden verschärften Testpflicht für tschechische Berufspendler will der Landkreis Cham Staus mit einer schnellen Testabfolge verhindern. Mehr als 4.000 Pendler, die im Landkreis Cham arbeiten, müssen dann alle 48 Stunden einen negativen Corona-Test vorweisen können. Für die Teststationen könnte das ein Aufkommen von 12.000 Abstrichen pro Woche bedeuten.

Testergebnis soll auf dem Weg zur Arbeit kommen

Wie Landrat Franz Löffler (CSU) dem BR am Samstagvormittag sagte, wird der Pendlerverkehr mit Hilfe von Hinweistafeln nach der Grenze direkt in die Teststationen in Furth im Wald und Waldmünchen geleitet. Schon vor Ankunft in der Station müssten sich die Pendler online registriert haben. Sobald ein Abstrich genommen ist, müssten die Pendler unverzüglich weiterfahren. Noch vor der Ankunft an ihrer Arbeitsstelle sollen sie das Testergebnis binnen 15 Minuten auf das Handy bekommen. Fällt ein Test positiv aus, ist der Pendler verpflichtet, umzukehren und sich in häusliche Quarantäne zu begeben.

Bundesregierung: Tschechien ab Sonntag "Hochinzidenzgebiet"

Ein ehemaliges Abfertigungsgebäude des Zolls wird derzeit in Furth im Wald zur Teststation umgebaut, die Vorbereitungen laufen. Gemäß der verschärften Testpflicht müssen Pendler aus Tschechien alle 48 Stunden einen negativen Corona-Test vorlegen, um einreisen zu dürfen. Mit der Verschärfung hatte der Landkreis Cham bereits gestern als einer der ersten Grenzlandkreise auf die Entscheidung der Bundesregierung reagiert, Tschechien ab Sonntag als "Hochinzidenzgebiet" einzustufen.

Pendler, deren Arbeitstag am Montag sehr früh beginnt, würden sich derzeit schon im bestehenden Testzentrum in Cham testen lassen, betont Löffler. Sie wollten Wartezeiten in den neuen Teststationen vermeiden.

Landrat: Wirtschaftsraum braucht Testpflicht

Wenig Verständnis zeigte der Landrat auf BR-Nachfrage dafür, dass eine bereits im Oktober eingeführte Testpflicht für Pendler zwischenzeitlich durch ein Gerichtsurteil gekippt worden war. Zwei österreichische Schüler hatten eine entsprechende Klage eingereicht. Wenn man eine solche Pandemie bekämpfen wolle, müsse man aber alle möglichen Instrumente anwenden dürfen, so Löffler. Die im letzten Oktober eingeführte Testpflicht habe zudem positive Auswirkungen gehabt: So habe es in der Zeit bis Mitte Januar bei Pendlern 600 positive Corona-Tests gegeben. Diese Personen hätten ohne Test Kollegen am Arbeitsplatz anstecken können.

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Auch unser Nachbarland Tschechien wird von morgen an als Hochrisikogebiet eingestuft. Wer von dort nach Bayern einreist, muss also einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter sein darf als 48 Stunden.

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