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Die sogenannte 3G-Regel im Kampf gegen Corona hat in Bayern gleich zu Beginn Verwirrung gestiftet.

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3G-Regel: Was jetzt für Schülerinnen und Schüler gilt

Seit Montag gilt in Bayern die sogenannte 3G-Corona-Regel (geimpft, genesen, getestet). Ausgenommen sind Schülerinnen und Schüler, die in der Schule getestet werden. Doch es sind Ferien. Die Verwirrung bei vielen Eltern ist groß.

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Von
  • Mirjam Lengenfelder

Seit Montag müssen Menschen in Bayern ab einem Inzidenzwert von 35 in Innenbereichen nachweisen, dass sie entweder geimpft, genesen oder getestet sind. Davon ausgenommen sind Kinder bis zum sechsten Geburtstag und Schüler, die im Rahmen des Unterrichts regelmäßig getestet werden.

Ministerium: Ausnahme gilt auch in den Ferien

Das Gesundheitsministerium stellte nun klar: Diese Ausnahme für Schülerinnen und Schüler von der 3G-Regel gilt explizit auch in den Ferien. Die Kinder müssen sich also nicht extra testen lassen, wenn sie in Innenbereiche von beispielsweise Schwimmbädern, Restaurants oder Turnhallen wollen.

Kinder und Jugendliche aus Deutschland müssen für eine Befreiung von der 3G-Regel ein Dokument vorlegen, das den Schulbesuch beweist - zum Beispiel einen Schülerausweis oder ein Schülerticket. Es sei nicht erforderlich, dass die Kinder ein negatives Ergebnis vorweisen, so das Gesundheitsministerium. Schüler aus dem Ausland müssen eine Bestätigung der Schule vorlegen und beweisen, dass auch dort regelmäßig Tests gemacht werden.

Söder: Tests in den Ferien würden Schüler "überfordern"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verteidigte, dass die Schüler für den Rest der Sommerferien von der 3G-Regel ausgenommen sind. Erst wenn die Schule wieder losgehe, gelte auch für Schülerinnen und Schüler eine Testpflicht, etwa in der Innengastronomie und bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen. Für den Rest der Sommerferien würden Tests Kinder und Jugendliche "überfordern".

Aus diesem Grund hätten sich auf der Ministerpräsidentenkonferenz alle Länder auf diese Vorgehensweise verständigt. Erst im neuen Schuljahr müssten die Schüler sich wieder testen und dann gelte der Schultest auch als Zugang zu anderen Aktivitäten.

Viele Fragen vor Schulstart offen

Bis zum Schulstart in drei Wochen ist noch vieles ungeklärt. Zum Beispiel, ob dann auch wieder Wechselunterricht bei höheren Inzidenzen droht oder es eine neue Regel geben wird. Laut der seit diesem Montag geltenden Corona-Verordnung ist für die Schulen Wechselunterricht ab einer Inzidenz von 100 binnen sieben Tagen in einer Kommune vorgeschrieben. Aktuell wäre das zwar nur in Schweinfurt und Rosenheim der Fall, die Tendenz ist aber bayernweit klar steigend.

"Der inzidenzabhängige Wechselunterricht muss daher endlich aus Bayerns Corona-Verordnung gestrichen und eine überzeugende Sicherungsstrategie präsentiert werden", sagte der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Landtag, Matthias Fischbach. Es könne nicht sein, dass getestet in Bayern so gut wie alles möglich sei – "nur in die Schule gehen nicht". Die Corona-Verordnung müsse daher rechtzeitig vor Schulbeginn abgeändert und vom Inzidenzwert abgerückt werden.

Regierung plant mit Präsenzunterricht

Ministerpräsident Söder kündigte an, im neuen Schuljahr auf Präsenzunterricht setzen zu wollen. Das große Ziel sei, auch bei steigenden Inzidenzen Distanzunterricht und Homeschooling zu vermeiden und Schule in Präsenz abzuhalten, sagte er im BR-Interview. Mit Corona-Tests drei Mal die Woche und anfangs mit Masken bestehe in der Schule "das mit Abstand sicherste System", betonte der CSU-Politiker.

Darüber hinaus solle es in den Schulen auch Impfangebote für Schülerinnen und Schüler geben sowie "angepasste Quarantäneregeln", damit nicht wegen eines infizierten Schülers die ganze Klasse in Quarantäne müsse.

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder setzt nach den Sommerferien auf Präsenzunterricht - auch bei steigenden Inzidenzen. Außerdem kündigte er "angepasste Quarantäneregeln", vereinfachte Testmöglichkeiten sowie Impfungen für Schulklassen an.

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