Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Zu wenig Impfungen? 34 Masernfälle seit Jahresbeginn in Bayern | BR24

© pa/dpa/Hauke-Christian Dittrich

34 Masernfälle seit Jahresbeginn in Bayern

Per Mail sharen
Teilen

    Zu wenig Impfungen? 34 Masernfälle seit Jahresbeginn in Bayern

    34 Menschen sind 2019 in Bayern an Masern erkrankt. Das geht aus einer Anfrage von Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze an die Staatsregierung hervor. Schulze sieht hierin ein Versagen - die Impfqoute bei der Masernimpfung sei zu niedrig.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Angesichts von 34 Masernfällen seit Jahresbeginn in Bayern wirft die Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze der Staatsregierung Versagen beim Thema Masernimpfung vor. Sie habe es in den vergangenen Jahren nicht geschafft, "die Quote bei der zweiten Impfung gegen die im Extremfall tödliche Masernkrankheit auf die erforderlichen 95 Prozent zu heben", sagte Schulze der Deutschen Presse-Agentur in München.

    Masern: Zu wenig Impfungen in Bayern

    Die aktuelle Zahl der Masernfälle geht aus der Antwort einer Anfrage Schulzes an die Staatsregierung hervor. Demnach liegt im bayerischen Durchschnitt die Quote bei der zweiten Impfung bei 92,2 Prozent. Besser wäre nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) aber eine Quote von 95 Prozent. Nur so könne eine Verbreitung der Erkrankung verhindert werden. Die Quote bei der ersten Masernimpfung liegt laut Staatsregierung bei 96,6 Prozent.

    Zwei Impfungen im Kindesalter gegen Masern

    Die Krankheit geht mit grippeähnlichen Symptomen und später einem charakteristischen Hautausschlag einher. Sie schwächt das Immunsystem und kann in sehr seltenen Fällen tödlich enden. Gefährlich sind Masern vor allem für Säuglinge und Kleinkinder. Fachleute empfehlen daher zwei Impfungen im Kindesalter.

    Impfpflicht: 77 Prozent der Deutschen sind dafür

    Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich für eine Masern-Impfpflicht ausgesprochen. "Der Staat muss dann handeln, wenn das Risiko, in Kindergärten, Schulen und anderen Einrichtungen Mitmenschen zu gefährden, anders nicht in den Griff zu bekommen ist", erklärte Giffey am Wochenende zur Begründung. Einer Umfrage des Instituts Emnid für die "Bild am Sonntag" zufolge sind 77 Prozent der Deutschen für eine solche Verpflichtung.