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34 Jahre nach Tschernobyl: Erhöhte Cäsium-Werte in Pilzen | BR24

© pa/imageBROKER/Justus de Cuveland

Essbare Maronenröhrlinge im Wald

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    34 Jahre nach Tschernobyl: Erhöhte Cäsium-Werte in Pilzen

    Auch über 30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind manche Pilzarten in Bayern noch radioaktiv belastet. Das geht aus dem aktuellen Pilzbericht des Bundesamtes für Strahlenschutz hervor. Schädlich sind sie deswegen aber nicht.

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    Mehr als 30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe im ukrainischen Tschernobyl ist die radioaktive Belastung von Wildpilzen in Bayern noch immer teilweise erhöht. Vor allem im Bayerischen Wald oder am Alpenrand könnten beispielsweise Semmelstoppelpilze, Maronenröhrlinge oder Gelbstielige Trompetenpfifferlinge erhöhte Cäsium-Werte aufweisen, warnt das Bundesamt für Strahlenschutz in seinem aktuellen Pilzbericht.

    Unnötige Strahlenbelastung vermeiden

    Eine Gesundheitsgefahr bestehe beim Verzehr dieser Pilze zwar nicht, aber wer sie in der Natur stehen lasse, könne leicht eine unnötige Strahlenbelastung vermeiden, so das Bundesamt. Es gebe viele andere Pilzarten, die das radioaktive Cäsium-137 nur in geringer Konzentration anreicherten.

    Wildpilze aus dem Handel seien unproblematisch - hier gelte ein Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm Frischmasse, sagt Inge Paulini, die Präsidentin des Bundesamtes. "Wenn man selbst Pilze sammelt, lohnt es sich aber, genauer hinzusehen", so Paulini.

    2019: Stark belastete Pilze im nördlichen Bayerwald

    Messwerte von über 1.000 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm Frischmasse seien in den letzten drei Jahren bei Semmelstoppelpilzen, Rotbraunen Semmelstoppelpilzen, verschiedenen Schnecklingsarten, Maronenröhrlingen, Gelbstieligen Trompetenpfifferlingen, Seidigen Ritterlingen und Reifpilzen festgestellt worden.

    Im vergangenen Jahr wiesen insbesondere Semmelstoppelpilze am nördlichen Rand des Nationalparks Bayerischer Wald Spitzenwerte von über 4.000 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm Frischmasse auf. Ob sich das bestätige und welche Ursachen verantwortlich seien, werde im Rahmen der diesjährigen Messkampagnen untersucht.

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