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Polizei stoppt Tiertransport mit Hirschen, Vögeln und Affen | BR24

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Lebende Schwäne, Hirsche, Hundewelpen und mehr als 250 Ziervögel hatte ein belgischer Transporter aus geladen, der in der Oberpfalz von der Polizei gestoppt wurde. Die Tiere sollten aus Ungarn nach Belgien gebracht werden.

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Polizei stoppt Tiertransport mit Hirschen, Vögeln und Affen

Lebende Schwäne, Hirsche, Hundewelpen und mehr als 250 Ziervögel hatte ein belgischer Transporter geladen, der in der Oberpfalz von der Polizei gestoppt wurde. Die Tiere sollten von Ungarn nach Belgien gebracht werden.

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Die Bundespolizei hat in der Nacht zum Montag auf der A6 bei Waidhaus einen illegalen Tiertransport mit 320 Tieren, nämlich Vögeln, Weißwedelhirschen, Hundewelpen, Schwänen und einem Affen gestoppt. Die Tiere waren verstaut in einem Kastenwagen, der auf dem Weg nach Antwerpen war.

Tiere ohne Wasser und Futter eingesperrt

Wie das Landratsamt Neustadt an der Waldnaab mitteilt, hätten die Tiere weder Wasser noch Futter gehabt und seien auf viel zu engem Raum untergebracht gewesen. Dazu seien sie Fressfeinde gewesen, die in Panik verfallen hätten können in ihren Käfigen und Kisten.

Auch die nötigen Papiere hatten die beiden 23 und 52 Jahre alten Fahrer aus Belgien nicht dabei. Sie gaben an, die Tiere in Ungarn übernommen zu haben. Gegen sie laufen nun Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, gegen den Artenschutz und gegen das Tierschutzseuchengesetz.

Die meisten Tiere sind jetzt in Quarantäne

Die Welpen verschiedener Rassen sind erst wenige Wochen alt. Sie wurden in Quarantäne gebracht und sollen mit zwölf Wochen geimpft werden. Genau wie die Hunde wurden auch die kleinen Vögel in eine Quarantänestation im Tierheim Wunsiedel gebracht. Unter ihnen sind verschiedenen Arten wie Zierfinken, Opalracken-Vögel oder auch ein Nashornvogel.

Die drei Weißwedelhirsche und ein Liszt-Äffchen sind jetzt in einer Auffangstation in München untergebracht. Acht Graugänse und Schwäne kamen in Nürnberg bei einem Tierschutzverein unter.

Der Landkreis bleibt auf den Kosten sitzen

Die Kosten sowohl für die Quarantäne als auch für Tierarzt und Unterbringung muss der Landkreis Neustadt/Waldnaab bezahlen. Deshalb appelliert eine Sprecherin an Tierfreunde, keine Welpen oder andere Tiere aus Kofferräumen zu kaufen oder im Internet zu bestellen, das würde die Zucht und diese Tiertransporte nur befeuern.