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300 Stellen nach Schweinfurt – Details zu Behördenverlagerung | BR24

© picture alliance / Daniel Karmann

300 Stellen nach Schweinfurt – Details zu Behördenverlagerung

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    300 Stellen nach Schweinfurt – Details zu Behördenverlagerung

    In den kommenden zehn Jahren sollen rund 300 Stellen vom Finanzamt München nach Schweinfurt verlagert werden. Dazu will Finanzminister Füracker im Schweinfurter Rathaus Details bekanntgeben. Auch die Unterbringung der Behörden könnte geklärt werden.

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    Behördenverlagerung – ein Begriff, der spätestens seit Januar 2020 in aller Munde war. Wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) damals bekannt gab, sollen in den kommenden zehn Jahren insgesamt 3.000 Behörden-Stellen von München in die bayerischen Regionen verlagert werden, auch nach Unterfranken.

    Finanzminister Füracker kommt für Details nach Schweinfurt

    Zu den genauen Plänen rund um die Behördenverlagerung werden nun von Finanzminister Albert Füracker (CSU) Einzelheiten erwartet. Im Schweinfurter Rathaus hat das Bayerische Finanzministerium samt Füracker zu einem Pressetermin geladen. Insgesamt sollen rund 400 Stellen nach Unterfranken verlagert werden, der Großteil davon, etwa 300 Stellen des Finanzamts München, kommen in den Raum Schweinfurt.

    Stellenverlagerung in Stadt oder Landkreis Schweinfurt?

    Die Pläne zur Behördenverlagerung lösten in Unterfranken Freude und auch Enttäuschung aus. Von den verlagerten Behördenstellen profitieren Schweinfurt und Bad Kissingen am meisten. Aber noch ist nicht endgültig geklärt, wohin genau die Stellen verlagert werden sollen. Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck schrieb Ende Januar, dass "eine Bearbeitungsstelle des Finanzamts München mit 300 Stellen in Schweinfurt angesiedelt" werde. Auf der Internetseite der Bayerischen Staatsregierung stand jedoch, dass diese Stellen "in den Raum Schweinfurt" verlagert werden sollen.

    Verschiedene Standorte könnten geeignet sein

    Daher machte sich der Schweinfurter Landrat Florian Töpper Hoffnung, dass diese Stellen im Landkreis Schweinfurt angesiedelt werden könnten. Er schlug als möglichen Standort das ehemalige Justizgebäude in Gerolzhofen vor, da er es für geeignet halte. Erwartet wird, dass Füracker sich dazu äußert, ob diese Bearbeitungsstelle des Finanzamts München in Schweinfurt in beispielsweise leerstehenden Gebäude der ehemaligen US-Ledward-Kaserne untergebracht wird, ob es andere Gebäude gibt oder ob möglicherweise ein Neubau geplant ist. Weiterhin werden Informationen zum zeitlichen Ablauf der Verlagerung erwartet.

    Umzug von München nach Schweinfurt auf freiwilliger Basis

    Gerhard Wipijewski, der Vorsitzende der Bayerischen Finanzgewerkschaft, sagte im Vorfeld auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks, dass er die Stellenverlagerungen nach Schweinfurt begrüße. Keiner der Mitarbeiter des Finanzamts München werde zu einem Umzug nach Schweinfurt gezwungen, die Stellenverlagerung passiere auf freiwilliger Basis.

    Vorsitzender der Finanzgewerkschaft will mehr Stellen in Schweinfurt

    Wipijewski sagte, dass die bayerische Finanzbehörde sehr erfahren mit der Verlagerung von Arbeitsplätzen sei. Man habe mit der Verlagerung von München in die Peripherie vor 25 Jahren begonnen. So seien bereits 750 Arbeitsplätze verlagert worden. Wipijewski sagte weiter, dass er dafür plädiere, auch rund 300 Arbeitsplätze zur Grundsteuer-Bewertung nicht nach Zwiesel im Bayerischen Wald, sondern auch nach Schweinfurt zu verlagern. Erbetene Stellungnahmen zur Verlagerung der geplanten Arbeitsplätze nach Schweinfurt vom Finanzamt München und von der Stadt Schweinfurt liegen noch nicht vor.

    Füracker eröffnet zuvor unterfränkische Außenstelle des LSI

    Heute Vormittag besucht Füracker bereits Bad Neustadt im Landkreis Rhön-Grabfeld. Hier eröffnet er eine Außenstelle des Landesamts für Sicherheit und Informationstechnik (LSI) mit 15 Arbeitsplätzen. Die dortigen Mitarbeiter sollen zum Schutz der öffentlichen IT im Freistaat beitragen. "Behördenverlagerung ist ein Erfolgsmodell", wird Füracker in einer Pressemitteilung zitiert.

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