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30 Jahre Mauerfall - Ausstellung in Hof erinnert an Grenzöffnung | BR24

© BR/Markus Feulner

Eine Ausstellung in Hof erinnert an die ersten DDR-Bürger, die am 1. Oktober 1989 mit dem Zug in Oberfranken ankamen.

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    30 Jahre Mauerfall - Ausstellung in Hof erinnert an Grenzöffnung

    "Umweg Prag – die Prager Botschaftsflüchtlinge im Herbst ´89". So heißt eine Ausstellung in Hof, die an die ersten DDR-Bürger erinnert, die am 1. Oktober 1989 mit dem Zug aus Tschechien in Oberfranken ankamen.

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    Vor 30 Jahren fiel die Mauer. Daran erinnert in Hof eine Ausstellung über die Prager Botschaftsflüchtlinge. Am 1. Oktober 1989 kamen die ersten DDR-Flüchtlinge aus der Prager Botschaft mit dem Zug in Hof an. Insgesamt sechs Sonderzügen brachten 5.490 Menschen nach Oberfranken, wo sie in einer beispiellosen Hilfsaktion versorgt wurden.

    Auf dem Balkon der Prager Botschaft

    Zuvor hatten die sogenannten Botschaftsflüchtlinge bis zu drei Monate auf dem Gelände der Botschaft gelebt. Ab Mitte August 1989 stieg die Zahl der Flüchtlinge rasant an, so dass die Lebensumstände auf dem Gelände der Vertretung unerträglich wurden – die meisten Menschen lebten in Zelten. In Verhandlungen mit der DDR, der CSSR und der Sowjetunion erreichte der damalige Außenminister Hans Dietrich-Genscher (FDP) die Zusage zur Ausreise, die er am Abend des 30. September auf dem Balkon der Prager Botschaft verkündete.

    Mit Sonderzügen in die Freiheit

    Die Flüchtlinge mussten dann in Sonderzügen über das Staatsgebiet der DDR in die Bundesrepublik ausreisen. Im Königssaal des Hofer Bahnhofs zeichnet nun eine Ausstellung des Deutsch-Deutschen Museums Mödlareuth die Ereignisse von damals nach – mit Bildtafeln, Zeugnissen von Flüchtlingen und einem Film.