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3.000 Demonstranten protestieren gegen Brennernordzulauf | BR24

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© BR / Dagmar Bohrer-Glas

Tausende Demonstranten versammelten sich am Vormittag in Rosenheim um gegen den geplanten Brennernordzulauf zu protestieren - vergeblich. Bundesverkehrsminister Scheuer machte deutlich: einen Planungsstopp wird es nicht geben.

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3.000 Demonstranten protestieren gegen Brennernordzulauf

Tausende Demonstranten versammelten sich am Vormittag in Rosenheim, um gegen den geplanten Brennernordzulauf zu protestieren. Bundesverkehrsminister Scheuer kam ihnen zumindest ein Stück weit entgegen. Einen Planungsstopp lehnte er aber ab.

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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wurde vor dem Landratsamt in Rosenheim ein lauter Empfang mit Trillerpfeifen und vielen Plakaten bereitet. 3.000 Demonstranten waren gekommen, um gegen den geplanten Brennernordzulauf im Inntal zu protestieren.

Mit Traktoren gegen die Bahnstrecke

Auf den Plakaten waren Sprüche wie "Bestandsgleise nützen, Inntal schützen" zu lesen, oder aber auch: "Kein Rosenheim21" zu lesen. Der Sternmarsch aus allen vier Himmelsrichtungen wurden von rund 150 Traktoren begleitet.

Nach Auffassung der Demonstranten würden zusätzliche Gleise den Anwohnern im Inntal nur noch mehr Verkehr und Lärm bringen. Die Deutsche Bahn hält dagegen, es gehe um die Zukunft. "Es geht um die Kapazitäten, die man für kommende Generationen braucht", sagte ein Sprecher.

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Bestandsstrecke soll Teil der Planung werden

Scheuer war nach Rosenheim gekommen, um im Landratsamt mit Bürgermeistern und Vertretern der 14 Bürgerinitiativen über das weitere Vorgehen zu sprechen. Dabei machte er deutlich, dass ein Planungsstopp nicht in Frage kommt.

Die Bürgerinitiativen konnten aber einen Teilerfolg erzielen: die Bestandsstrecke im Inntal soll künftig in die Planungen miteinbezogen werden. Schon im Sommer sollen Pläne für eine mögliche Kapazitätserweiterung vorliegen, teilte Scheuer im Anschluss an die Gespräche mit.

Der Minister machte aber auch klar, dass er eine Neubautrasse in der Region für nötig hält. Die Pläne für einen künftigen Streckenverlauf sollen bis zum Juli auf die fünf wahrscheinlichsten Varianten reduziert werden.

Vorangetrieben werden soll auch der Ausbau des Lärmschutzes an der Bestandsstrecke.

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Etwa 3.000 Menschen haben in Rosenheim gegen den Bau einer neuen Bahntrasse durchs Inntal protestiert. Bundesverkehrsminister Scheuer verprach den Demonstrantenten, auch einen Ausbau und eine Modernisierung der bestehenden Strecke zu prüfen.

Von der Straße auf die Schiene

Der Brennernordzulauf, eine zusätzliche zweigleisige Bahntrasse, soll die Kapazitäten zum künftigen Brennerbasistunnel erhöhen, an dem in Österreich und Italien gebaut wird. Er soll die vielbefahrene Brennerroute vom Lastwagenverkehr entlasten. Durch den Tunnel unter dem Alpenhauptkamm sollen etwa ab 2027 täglich bis zu 400 Züge fahren. Auf der deutschen Seite fahren derzeit knapp 200 Züge. Mit den neuen Gleisen sollen auch hier doppelt so viele möglich sein.

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