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Hier haben Radler Vorrang: Die Dambacher Straße in Fürth ist künftig offizielle Fahrradstraße. 280.000 Euro kostete die Umgestaltung.

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280.000 Euro für neue Fahrradstraße: Fürth fördert Radverkehr

Fürth kämpft um die Auszeichnung als fahrradfreundliche Kommune. Die Stadt gibt viel Geld dafür aus. Rund 280.000 Euro kostet der Ausbau der Dambacher Straße zur offiziellen Fahrradstraße. Künftig sollen Radfahrer noch viel häufiger Vorrang haben.

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Von
  • Michael Reiner

Die Stadt Fürth will als fahrradfreundliche Kommune zertifiziert werden. Die Verkehrsplaner wollen zum Beispiel mit offiziellen Fahrradstraßen wichtige Punkte für die Auszeichnung sammeln. Eine ist die Dambacher Straße im Westen der Stadt. Sie ist in den vergangenen Wochen für rund 280.000 Euro zur Fahrradstraße umgestaltet worden. Rund einen Kilometer ist die neue Vorzeigestrecke lang.

Radler haben Vorrang

Große Fahrrad-Symbole auf der Fahrbahn weisen auf die neue Fahrradstraße hin. Alle Kreuzungen sind aufwendig mit roter Farbe markiert – damit auch jeder Autofahrer gleich erkennt, dass hier die Radler Vorrang haben. In der Fahrradstraße gilt Tempo 30 und die Radler dürfen nebeneinander fahren. Die Stadt Fürth hat der neuen Hauptverbindungsroute in den Westen der Stadt außerdem einen neuen Fahrbahnbelag spendiert und das holperige Kopfsteinpflaster entfernt.

Anreiz für Autofahrer zum Umsteigen

"Fahrradstraßen sollen für Radfahrer bequem, schnell und sicher sein", sagt Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) bei der symbolischen Enthüllung des Straßenschilds. Alleine für die Markierungen hat die Stadt rund 80.000 Euro ausgegeben. Ziel ist es, dass künftig mehr Autofahrer aufs Fahrrad umsteigen, so Jung. Die Dambacher Straße ist eine wichtige Verbindungsroute in den Westen der Stadt.

Rad-Aktivisten fordern weitere Fahrradstraßen

Im Vorfeld hatte es Kritik an den hohen Kosten des Ausbaus gegeben. "Wir investieren in das Verkehrsmittel der Zukunft", kontert Jung bei der Veranstaltung. Vertreter des Fahrradclubs ADFC fordern, dass der Flickenteppich von Radwegen, die immer wieder im Nirgendwo endeten, schnell durch ein Netz von zusammenhängenden Fahrradstraßen ersetzt werden müsse.

Im Herbst geht es um das Zertifikat

Fürths Baureferentin Christine Lippert kündigt an, dass in diesem Jahr noch weitere Fahrradstraßen eingerichtet werden. Eine Handvoll Straßen wird derzeit geprüft. Bis zum Herbst sollen weitere Projekte fertig sein. Denn dann kommt die Kommission der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen nach Fürth. Bei einer Radtour durch die Stadt wird dann geprüft, ob Fürth das Zertifikat "fahrradfreundliche Kommunen" verdient hat.

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Weil die Stadt Fürth sich als "fahrradfreundliche Kommune" zertifizieren lassen will, hat sie eine Fahrradstraße eingerichtet. Dort haben nun Fahrradfahrer Vorrang.

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