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250 Stellen weniger in Lohr | BR24

© BR, Sylvia Schubart-Arand

Bosch-Rexroth-Mitarbeiter verlassen enttäuscht Spessarttorhalle

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    250 Stellen weniger in Lohr

    Das Antriebs- und Steuerungstechnikunternehmen Bosch-Rexroth will bis 2018 bundesweit 500 Stellen abbauen. 250 dieser Stellen sollen in der Industriehydraulik am Standort Lohr wegfallen. Das erfuhr heute die Belegschaft.

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    Die Industriehydraulik ist in Lohr mit über 2.000 Mitarbeitern das Kerngeschäft. Bosch-Rexroth kündigte an, dass die Stellen möglichst sozialverträglich wegfallen sollen. Begründet wird der Stellenabbau mit der sinkenden Nachfrage auf dem Weltmarkt.

    Komplettschließung Fellbach

    Noch härter trifft es die Standorte Fellbach (Baden-Württemberg) und Ober-Ramstadt (Hessen). Dort soll die Hydraulikfertigung 2017 beziehungsweise 2018 beendet werden. In Fellbach wird damit der komplette Standort geschlossen. Für Ober-Ramstadt werden alternative Neuprodukte geprüft. Das Lohrer Hydraulikwerk soll sich auf anspruchsvolle Lösungen wie servohydraulische Achsen oder elektronisch geregelte Pumpsysteme und High-Tech-Produkte konzentrieren. Das erfuhren heute Morgen und am Nachmittag bei Info-Veranstaltungen der Geschäftsleitung die Belegschaft in der angemieteten Lohrer Spessarttorhalle.

    Angespannte Marktlage

    Die Industriehydraulik ist das Kerngeschäft in Lohr mit über 2000 Mitarbeitern. Und dort läuft das Geschäft offenbar nicht gut. Unternehmenschef Rolf Najork hatte kürzlich die Aussichten für die Industriehydraulik für fünf Jahre als angespannt bezeichnet. Gründe für den Stellenabbau sind dem Konzern zufolge das nachhaltig gesunkene Marktvolumen. Der Industriehydraulikmarkt ging um elf Prozent zurück, vor allem in China, Brasilien und Russland. Außerdem sind die Rohstoffpreise eingebrochen, so dass die Neuinvestitionen in rohstoffnahen Branchen wie Ölförderung, Bergbau und Metallurgie nahezu eingestellt wurden..