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250 AOK-Mitarbeiter streiken in Nürnberg für höhere Löhne | BR24

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Etwa 250 Beschäftigte der AOK in Nürnberg haben am Montag (17.02.20) ihre Arbeit zeitweise niedergelegt. Sie fordern eine Gehaltserhöhung um 6,8 Prozent. Zum Warnstreik aufgerufen hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.

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250 AOK-Mitarbeiter streiken in Nürnberg für höhere Löhne

"Wir sind es wert!" Unter diesem Motto haben heute 250 AOK-Mitarbeiter in Nürnberg für höhere Löhne demonstriert. Sie waren einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt. Sie fordert 6,8 Prozent mehr Lohn in den aktuellen Tarifverhandlungen.

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Um Punkt zwölf Uhr mittags hatten sich 250 AOK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund eine Stunde lang vor dem Sitz der Krankenkasse in der Bayreuther Straße in Nürnberg versammelt. Sie fordern eine Lohnerhöhung um 6,8 Prozent:

"Mich stört es, dass wir hier wie Menschen dritter Klasse behandelt werden. Man kriegt keine Lohnsteigerungen mehr, die Miete steigt jedes Jahr, Stromkosten und alles mögliche wird mehr und das Gehalt stagniert. Im Endeffekt verdien' ich jetzt weniger, als damals als ich eingestellt worden bin und das ist traurig, finde ich." Anonyme, streikende AOK-Mitarbeiterin aus Nürnberg

Warnstreiks in zahlreichen bayerischen Städten

Die Gewerkschaft Verdi hatte AOK-Mitarbeiter in zahlreichen Städten in Bayern zum Warnstreik aufgerufen. Darunter auch Mitarbeiter in München, Amberg und Würzburg. Verdi fordert im laufenden Tarifstreit neben der Lohnerhöhung von 6,8 Prozent auch, die Vergütungen von unterschiedlichen Ausbildungsgängen einander anzugleichen.

Laut Verdi hatten die Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen angeboten, die Gehälter schrittweise zu erhöhen. Für die Gewerkschaft ist das aber nicht ausreichend.