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25 Jahre mp3 – Musik-Revolution aus Erlangen | BR24

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Im Sommer 1995 hat das Fraunhofer Institut in Erlangen Geschichte geschrieben. Denn am 14. Juli 1995 wurde offiziell die Bezeichnung mp3 beschlossen - für eine Entwicklung, mit der die Forscher ganz neue Maßstäbe im Bereich des Musikkonsums setzten.

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25 Jahre mp3 – Musik-Revolution aus Erlangen

Im Sommer 1995 hat das Fraunhofer Institut in Erlangen Geschichte geschrieben. Denn am 14. Juli 1995 wurde offiziell die Bezeichnung mp3 beschlossen – für eine Entwicklung, mit der die Forscher ganz neue Maßstäbe im Bereich des Musikkonsums setzten.

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Am Fraunhofer Institut in Erlangen gelang in den 1990er Jahren der digitale Durchbruch in Bezug auf den Musikkonsum. Brauchte die Audio-CD noch große Datenmengen, so gelang es den Erlanger Forschern mp3 zu entwickeln. Eine Technologie, mit der die Datenmenge kleingerechnet werden kann, ohne dass der Klang darunter leidet. Bernhard Grill vom Fraunhofer Institut erklärt, was die mp3 technisch ausmacht: "Man sieht erstmal nach, ob es redundante Teile im Signal gibt, also Teile, die mehrfach vorhanden sind, ohne Sinn und Zweck. Das heißt Redundanz und das kann ich mit viel Mathematik entfernen. Das macht mp3 – und das zweite ist, dass wir genau angeschaut haben, wo die wichtigen Komponenten sind, d.h. wir verteilen die Datenrate genau dahin, wo es am wichtigsten für das menschliche Gehör ist."

Name "mp3" entsprang einem Wettbewerb

Ein Audio-Codier-Verfahren, das zum Welthit wurde. Dank der mp3-Technologie können Musikdateien schnell via Internet übertragen und auf diversen Abspielgeräten gespeichert werden. Ihren Namen erhielt die mp3-Technologie am 14. Juli 1995. Weil damals niemand eine wirklich zündende Idee hatte, wie man die revolutionäre Technologie benennen könnte, wurde im Fraunhofer Institut ein Wettbewerb ausgerufen. Der Name "mp3" war der Gewinner.

Neue mp3-Version soll Fernsehzuschauern neue Klangerlebnisse liefern

Die damalige Sensationserfindung mp3 ist aber noch nicht am Ende, sie wird stetig weiterentwickelt. Die Erlanger Wissenschaftlicher arbeiten aktuell bereits an der vierten Version. Diese soll unter anderem Fernsehzuschauern ein ganz neues Raumgefühl vermitteln, wie Bernhard Grill verrät: "Das ist ein Format, mit dem versuchen wir, den Klang von einem Stadion oder einem Konzertsaal einzusammeln. Damit die Zuschauer tatsächlich das Gefühl haben, sie sitzen in der Menge, mitten im Zuhörerraum. Sie können auch die Hörer-Position wählen, zum Beispiel näher an der Bühne oder weiter hinten im Raum."

1100 Mitarbeiter am Fraunhofer Institut in Erlangen

Mittlerweile arbeiten mehrere hundert Menschen in Erlangen an der Weiterentwicklung der mp3-Technologie. Das Institut hat heute rund 1100 Mitarbeiter. Ohne die Erfindung von mp3 vor 25 Jahren wäre dieses Wachstum wohl nicht möglich gewesen.

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