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25 Jahre Bildungsstätte Kloster Seeon: Investitionen geplant | BR24

© dpa-Bildfunk/Matthias Balk

Kloster Seeon in Seeon-Seebruck im Landkreis Traunstein

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    25 Jahre Bildungsstätte Kloster Seeon: Investitionen geplant

    Gute Nachrichten für das ehemalige Benediktinerkloster Seeon im Landkreis Traunstein: Beim Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Klosters hat der Bezirk Oberbayern Investitionen angekündigt.

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    Der Bezirk Oberbayern sieht in der Übernahme des ehemaligen Benediktinerklosters Seeon vor 25 Jahren eine Erfolgsgeschichte. Es sei ein Ort, der die Geschichte dieser Region, Oberbayerns und weit darüber hinaus in sich trage, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer (CSU) am Samstag bei einer Feierstunde in Seeon-Seebruck. Zugleich kündigte er größere Investitionen in das Kultur- und Bildungszentrum in den kommenden beiden Jahren an.

    "Unser Ziel ist es, die Historie mit der Zukunft zu verknüpfen, damit Kloster Seeon weiterhin vielen Menschen zur Erholung und Besinnung und als Ort für inspirierende Begegnungen dienen kann." Josef Mederer, Bezirkstagspräsident

    Viele Umbaumaßnahmen sind geplant

    Der Bezirk Oberbayern will ein Bistro zu einer Gaststätte ausbauen, einen Aufzug als barrierefreien Zugang in die Kirche Sankt Lambert schaffen sowie Hotelzimmer renovieren. Außerdem soll ein Neubau künftig die Fachberatungen für Fischerei und Imkerei beherbergen. Zudem sollen ein Bienenlehrpfad und ein Blockheizkraftwerk mit Hackschnitzelheizung entstehen. Die Außenanlagen sollen nach historischem Vorbild umgestaltet werden. Der Bezirk als Besitzer trage gesellschaftliche Verantwortung dafür, dass dieses einzigartige Kulturdenkmal erhalten bleibe, so Mederer.

    Geschichte des Klosters

    Kloster Seeon wurde in den Jahren 991-994 von Pfalzgraf Aribo I. gegründet. 1978 erwarb die Erzdiözese München und Freising die historische Anlage. Deren Bestrebungen, ein Bildungszentrum zu errichten, zerschlugen sich. Das Kloster stand fast zehn Jahre lang ungenutzt leer. Im April 1984 schlug das Erzbistum deshalb dem Bezirk Oberbayern vor, gemeinsam ein Bildungszentrum zu schaffen. Zwei Jahre später kaufte der Bezirk Oberbayern Kloster Seeon für damals 700.000 Mark. 1989 startete der Umbau, der vier Jahre dauerte und rund 51 Millionen Mark kostete.

    Gegenwart: Kulisse für Tagungen und Trauungen

    Genutzt werden die Räume des Klosters heute etwa für Tagungen, Fortbildungsveranstaltungen, Hochzeiten oder auch politische Treffen, wie etwa das Treffen der CSU-Landesgruppe. In den vergangenen 25 Jahren wurden über eine Million Gäste an der Rezeption begrüßt, 480.000 Liter Kaffee ausgeschenkt, und 6.800 Paare getraut. Bis heute durchlebte Kloster Seeon eine wechselvolle Geschichte. Das Kloster war auch schon Brauerei, Heilbad, Schule der SA, amerikanisches Lazarett, Flüchtlingslager, Polstermöbelfabrik und Ausbildungsstätte der Bereitschaftspolizei.