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Schweinfurt: Strafe wegen Zuhälterei und Körperverletzung | BR24

© picture-alliance/dpa

Richter

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    Schweinfurt: Strafe wegen Zuhälterei und Körperverletzung

    Wegen Zuhälterei und Körperverletzung hat das Landgericht Schweinfurt heute einen 25-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Er hatte seine Freundin in die Prostitution getrieben und sie immer wieder geschlagen.

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    Das Opfer, eine 23-Jährige, sagte unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. Deswegen wurden dann auch die Plädoyers nicht öffentlich gehalten. In ihrem gestrigen Plädoyer hatte die Staatsanwaltschaft eine zweijährige Bewährungsstrafe für den 25-Jährigen gefordert. Die Verteidigung dagegen wollte eine maximale Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahre erwirken. Der Vorwurf der Zwangsprostitution wurde am Ende des viertägigen Verfahrens fallen gelassen. Die Strafe wird zur Bewährung ausgesetzt.

    Mann schickt Freundin zum Anschaffen

    Eine heute 23-jährige Frau hatte den 25-Jährigen aus der Region Main-Rhön im Jahr 2016 kennengelernt. Laut Staatsanwaltschaft hat er der Frau versprochen, mit ihr eine Beziehung einzugehen. Wegen Geldproblemen hat er die Frau dann gebeten, als Prostituierte zu arbeiten. Im Laufe der Zeit soll der Mann für die Frau "Umsatzziele" aufgestellt haben. So musste die Frau laut einem Gerichtssprecher täglich 500 Euro nach Hause bringen. Zwischen November 2016 und Juli 2017soll die Frau mindestens 40.000 Euro eingenommen haben. Zunächst in einem Hotel in Wiesbaden, später in einem Hotel in Schweinfurt.

    Partnerin misshandelt

    Zwischen Juli und August 2017 hat der heute 25-Jährige seine Partnerin mit Drohungen und körperlichen Misshandlungen gezwungen, weiter als Prostituierte zu arbeiten. Er hat sie immer wieder geschlagen. Im August letzten Jahres konnte die Frau laut Gericht in einem unbeobachteten Moment von der Rezeption eines Schweinfurter Hotels bei der Polizei einen Notruf absetzen. Kurz darauf nahmen Polizeibeamte den 25-Jährigen fest.