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22-Jähriger ertrinkt in Kanal bei Weiden: Fremdverschulden? | BR24

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Bei dem 22-Jährigen, der am Samstag tot aus einem Kanal in Weiden geborgen wurde, schließt die Polizei eine natürliche Todesursache aus. Die Staatsanwaltschaft Weiden hat den Fall übernommen.

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22-Jähriger ertrinkt in Kanal bei Weiden: Fremdverschulden?

Nachdem ein 22-Jähriger in einem Kanal in Weiden ertrunken ist, prüfen die Ermittler, ob eine Straftat vorliegt. Laut einem Sprecher kommt eine fahrlässige Tötung durch Unterlassen in Frage.

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Von
  • Meike Föckersperger
  • Sebastian Wintermeier

Im Fall des 22-Jährigen, der am Sonntag tot aus einem Kanal in Weiden geborgen wurde, prüft die Staatsanwaltschaft derzeit, ob ein Fremdverschulden vorliegt. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Weiden auf BR-Anfrage.

Fahrlässige Tötung durch Unterlassen?

Laut dem Sprecher stellen sich insbesondere Fragen an die Personen, die den 22-Jährigen vor seinem Tod begleitet hatten. Zwar habe es keine äußere Gewaltanwendung gegeben. Allerdings werde geprüft, ob eine fahrlässige Tötung durch Unterlassen oder eine unterlassene Hilfeleistung vorliegt, die ebenfalls strafbar ist. Derartige Ermittlungen würden aber immer durchgeführt, wenn ein Mensch nicht an einer natürlichen Ursache gestorben ist, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Nach einer Obduktion stehe jedenfalls fest, dass der 22-Jährige ertrunken ist.

Suche mit Hubschraubern und Tauchern

Nachdem seine Freunde ihn als vermisst gemeldet hatten, wurde am Samstag (12.09.) mit Hubschraubern, Booten und Wärmebildkameras nach ihm gesucht. Taucher zogen den Ertrunkenen schließlich einen Tag später aus dem Flutkanal in Weiden.

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