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Pfarrer Markus Krusche beobachtet das Einheben einer Glocke.

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21 Jahre nach dem Bau: Glocken für Echinger Kirche

Die evangelische Magdalenenkirche in Eching im Norden Münchens hat 21 Jahre nach ihrer Errichtung endlich auch Glocken bekommen. Am Mittwoch wurden sie in den Turm eingehoben - eine diffizile Angelegenheit.

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Von
  • Birgit Grundner

Gebaut wurde die Magdalenenkirche in Eching im Landkreis Freising schon Ende der 1990er Jahre. Glocken hatte sie allerdings bisher nicht. Am Mittwoch (11.11.20) wurde das geändert. Für das Einheben der schweren Last braucht es durchaus Fingerspitzengefühl.

Tonnenschwere Last schwebt in den Turm

Die "leichteste" der drei Glocken wiegt 470 Kilogramm, die schwerste sogar mehr als eine Tonne. Jede wurde im Pfarrgarten an den Haken gehängt, mit einem Kran über den elf Meter hohen, noch offenen Turm geschwenkt und von dort hinein gehoben. Glockenmonteur Gerhard Hauseder von der Glockengießerei Perner in Passau hat die wertvolle Fracht nahezu einschweben lassen. Erstmals hat er auch selbst den Kran bedient. Richtig "cool" sei das, stellte er begeistert fest. Und es hat alles geklappt. Am Mittag hingen die ersten beiden Glocken schon im Turm.

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21 Jahre nach Fertigstellung der Magdalenenkirche in Eching bei München hat sie jetzt endlich auch Glocken. Bisher hat das Geld dafür einfach nicht gereicht.

Tränen beim Happy End

Das Spektakel hat auch einige Zaungäste angelockt. Es waren vor allem Mitglieder der Kirchengemeinde, die sich mit Pfarrer Markus Krusch zunächst zu einem Gebet vor der Kirche versammelt hatten und dann auch beim Einheben zusahen. Einige begleiten das Glockenprojekt schon seit Jahrzehnten - samt dem Kampf um die Finanzen für die 300.000 Euro-Investition. Aus Kostengründen hatte man zunächst auf Turm und Glocken verzichtet. Aber jetzt wird die Kirche doch noch "richtig“ fertig werden, und dieses "Happy End" wollten dann viele auch live miterleben. Es war eine emotionale Angelegenheit - einigen sind sogar die Tränen gekommen.

"So was macht man nur einmal im Leben"

Bis man die Glocken auch hören kann, wird noch ein bisschen Zeit vergehen: Erst am dritten Advent ist es soweit. "Probehören" konnte man aber heute schon: Als die Glocke noch am Boden war, hat Pfarrer Krusche sie mit einem Klöppel kurz zum Klingen gebracht. Von einem Privileg und einem "ganz besonderen Gefühl" sprach er danach: "So was macht man nur einmal im Leben."

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