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206 Millionen Euro: Landkreis Würzburg beschließt Rekordhaushalt | BR24

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500-Euro-Scheine (Symbolbild)

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    206 Millionen Euro: Landkreis Würzburg beschließt Rekordhaushalt

    Der Landkreis Würzburg hat den höchsten Haushalt seiner Geschichte beschlossen. Über 206 Millionen Euro hat der Kreistag für das laufende Jahr eingeplant. Damit wird sich der Landkreis Würzburg erstmals seit 15 Jahren wieder verschulden.

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    Von
    • BR24 Redaktion
    • Pirmin Breninek

    Mehr als 206 Millionen Euro hat der Kreistag des Landkreises Würzburg für das laufende Jahr eingeplant und damit den bisher höchsten Haushalt beschlossen. Hierfür wird sich der Landkreis Würzburg erstmals seit 15 Jahren wieder verschulden. Das hohe Haushaltsvolumen erklärt Landrat Thomas Eberth (CSU) im Wesentlichen mit zwei Faktoren: zum einen mit der Corona-Situation, zum anderen mit den historisch hohen Investitionen.

    Landkreis Würzburg will 90 Millionen Euro investieren

    Allein für den Betrieb der Impfzentren seien im Haushalt vorsorglich zehn Millionen Euro eingeplant. Gleichzeitig will der Landkreis bis 2024 eine Summe von 90 Millionen Euro investieren – "Rekord", wie Eberth sagt: "Wir stellen die Verwaltung für die Anforderungen der Zukunft neu auf, sowohl personell als auch durch die Schaffung zeitgemäßer Arbeitsplätze."

    Erweiterung des Landratsamtes geplant

    Schon länger ist bekannt, dass der Landkreis eine Erweiterung des Landratsamtes plant. Auch das wurde nun bei der aktuellen Kreistagssitzung beschlossen. Geplant ist ein Ergänzungsbau samt Tiefgarage in der Würzburger Zeppelinstraße. Notwendig sei das durch die steigenden Personalzahlen im Landratsamt. Die voraussichtlichen Kosten sollen nach Angaben Eberths bei etwa 30 Millionen Euro liegen. In einem ersten Schritt will die Verwaltung nun einen Realisierungswettbewerb in Auftrag geben.

    Kreisumlage wird nicht angehoben

    Dass der Landkreis nun seit langem wieder Verbindlichkeiten aufnimmt, liegt auch daran, dass sich der Kreistag dazu entschlossen hat, den bisherigen Hebesatz der Kreisumlage beizubehalten. Dieser Wert legt fest, welchen Anteil ihrer Steuereinnahmen die Städte und Gemeinden an den Landkreis abgeben. Der Kreistag hat beschlossen, dass der Hebesatz in Würzburg weiterhin bei 37 Prozent liegen soll. Es handelt sich bayernweit um einen der niedrigsten Werte. Der Landkreis will "damit den Gemeinden Spielraum zum investieren lassen", sagte Eberth.

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