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2025, 2035 oder 2050: Wann wird München klimaneutral? | BR24

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Sie fordern energischere Schritte der Stadt in der Klimapolitik: Aktivisten von "Extinction Rebellion" legen sich vor den Sitzungssaal des Umweltausschusses.

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2025, 2035 oder 2050: Wann wird München klimaneutral?

Das Thema "Klimaneutralität für München" stand am Dienstag auf der Tagesordnung des Umweltausschusses der Stadt. Parallel zu der Sitzung hielt die Bewegung "Extinction Rebellion" am Isartor eine Kundgebung ab. Danach ging es zum Die-In ins Rathaus.

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Anlass für die Kundgebung der Umweltschützer am Isartor war eine Sitzung des Umweltausschusses der Stadt. Zwar vertagte der Ausschuss die Entscheidung über die Vorlage der Umweltreferentin, in der es unter anderem um die Klimaneutralität Münchens geht, auf nächste Woche, dies hielt die Aktivisten aber nicht von ihrem Programm - von der Kundgebung bis zum Die-In - ab.

Aktivisten: Klimaneutralität schon 2025 oder 2035

Auf den Plakaten am Isartor war vor allem eine Zahl zu lesen: 2035. Bis zu diesem Zeitpunkt soll München klimaneutral sein, fordern zumindest die Aktivisten von "München muss handeln". Ambitionierter sind die Anhänger von Extinction Rebellion: Sie forderten am Dienstag sogar Klimaneutralität bis 2025.

Die-In: Aktivisten stellen sich im Rathaus tot

Etwa 70 Menschen nahmen an der Kundgebung am Isartor teil. Ein Dutzend von ihnen zog dann weiter zum Rathaus. Die Aktivisten von Extinction Rebellion legten sich vor dem Eingang des Umweltausschusses zu einem sogenannten Die-in auf den Boden und stellten sich tot.

Stadträte mussten über Demonstranten steigen

Um zum Sitzungssaal zu kommen, mussten die Stadträte erstmal über die Aktivisten steigen. Auch auf der Besuchertribüne hatten sich einige von ihnen versammelt. Auf auf ihren T-Shirts stand die Zahl 2035. Einer der Aktivisten wurde nach einem Zwischenruf von der Tribüne geführt.

Umweltreferentin: Klimaneutralität erst ab 2050

Umweltreferentin Stephanie Jacobs hält, wie übrigens auch die EU-Kommission, am Jahr 2050 fest. Bis dahin hält sie es für realistisch, dass München eine klimaneutrale Stadt wird. Ihre Vorlage wurde heute im Umweltausschuss diskutiert. Darin schlägt sie Projekte für den Klimaschutz vor. Der Vorwurf von SPD, Grünen und ÖDP: Die Pläne seien nicht ambitioniert genug.

SPD, Grüne und ÖDP wollen es früher schaffen

Sie halten das Jahr 2035 für machbar. Um das zu erreichen, würden sie sogar dafür stimmen, den Klimanotstand auszurufen. CSU und FDP halten nichts von einem solchen Notstand. Zumal man die Klimaneutralität nicht alleine in der Hand habe, wie Jacobs und die CSU sagen.

Stadt ist von Rahmenbedingungen abhängig

Laut eines Gutachtens des Öko-Instituts, das die Stadt beauftragt hat, ist München beim Klimaschutz schließlich auch von bundes- und europaweiten Rahmenbedingungen abhängig. Die 40 Prozent, die wir selbst in der Hand haben, wollen wir zu 100 Prozent nutzen, so Jacobs.

Stadtverwaltung schon 2035 klimaneutral

Im Umweltausschuss gab es aber auch Zustimmung für die Pläne der Umweltreferentin: die Stadtverwaltung soll schon bis 2030 klimaneutral arbeiten.