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200 Menschen demonstrieren vor FDP-Büro in München | BR24

© BR / Suria Veit

Demonstration in München vor dem FDP-Büro.

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    200 Menschen demonstrieren vor FDP-Büro in München

    Unter dem Motto "Nie wieder" haben rund 200 Menschen vor der FDP-Landesgeschäftsstelle in München demonstriert. Der Vorsitzende des Aktionsbündnisses "München ist bunt" bezeichnete die Vorgänge in Erfurt als "ein Verbrechen an der Demokratie".

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    Nach Angaben der Polizei haben am Donnerstagbend in München rund 200 Menschen vor der FDP-Landesgeschäftsstelle in der Goethestraße demonstriert. Zum Protest aufgerufen hatten unter anderem das Bündnis "München ist bunt", der Bayerische Flüchtlingsrat, der DGB und der Kreisjugendring.

    Obwohl der am Mittwoch gewählte Thüringer Ministerpräsident Thomas Kemmerich angekündigt hat, zurückzutreten und die Auflösung des Landtags zu beantragen, hatten die Initiatoren an ihrer Demo festgehalten.

    Aktionsbündnis: Wahl in Thüringen "Verbrechen an der Demokratie"

    Die Tatsache, dass ein Ministerpräsident mit den Stimmen der AfD gewählt wurde, bleibe schließlich bestehen, erklärt die Vorsitzende von "München ist bunt", Micky Wenngatz. Er bezeichnete die Vorgänge in Erfurt als "ein Verbrechen an der Demokratie".

    Ähnlich äußerte sich Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, in ihrer Rede.

    Mit Faschisten dürfe nicht paktiert werden, heißt es im Aufruf zur Demonstration. Die Äußerungen nach der Wahl Kemmerichs sind für den zweiten Vorsitzende von "München ist bunt", Dominik Krause, ein "Skandal". Krause, der auch Vorsitzender der Grünen in München ist, kritisiert auch eine in diesem Zusammenhang erfolgte Gleichsetzung der AfD mit der Linken: "Das ist eine unsägliche Verharmlosung des Rechtsextremismus", so Krause.

    Vertreter der FDP kritisiert Parteikollegen in Thüringen scharf

    Auch ein Vertreter der FDP trat bei der Kundgebung auf und kritisierte seine Parteikollegen in Thüringen scharf. Der Münchner FDP-Stadtrat Thomas Ranft nannte die Wahl in Thüringen in seiner Rede "politisch unanständig und hoch widerlich". Und fügte hinzu: "Ich schäme mich heute, dass ich in der FDP bin."

    Das Bündnis "München ist bunt" versteht sich als überparteilich. Deshalb wurde im Vorfeld dazu aufgerufen, keine Parteifahnen zu der Kundgebung mitzubringen. Der Verein "München ist bunt" will die demokratischen und zivilgesellschaftlichen Kräfte in der Stadt bündeln, wenn es darum gehe, klar Gesicht zu zeigen, erläutert die Vorsitzende Micky Wenngatz: "Gegen Rassismus, gegen Antisemitismus, gegen Homophobie, gegen Menschenfeindlichkeit."