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200 Kilogramm Marihuana: Internationaler Drogenring gesprengt | BR24

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Polizei und Zoll haben einen internationalen Ring von Drogenschmugglern zerschlagen. Sechs verdächtige Männer sitzen in Untersuchungshaft. Ihnen wird vorgeworfen, die Szenen in Köln und Berllin mit Marihuana versorgt zu haben.

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200 Kilogramm Marihuana: Internationaler Drogenring gesprengt

Zoll und Landeskriminalamt haben eine internationale Drogenschmugglerbande gefasst. Sichergestellt wurde das Rauschgift in Oberfranken, die Drahtzieher saßen unter anderem in Köln und Berlin, teilte die "Ermittlungsgruppe Rauschgift" in Nürnberg mit.

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Großer Erfolg für die "Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift" von Zoll und Bayerischem Landeskriminalamt: Nach Sicherstellung von erheblichen Mengen Marihuana im vergangenen Jahr haben die Ermittler nun einen mutmaßlichen Drogenschmugglerring sprengen können. Die Ermittlungsergebnisse sind heute in Nürnberg vorgestellt worden.

Drahtzieher gefasst

Ein 37-jähriger deutscher Geschäftsmann aus Köln steht demnach im Verdacht, als Chef einer international operierenden Bande den Transport und Weiterverkauf von Marihuana in mindestens zehn Fällen organisiert zu haben. Er und ein weiterer Tatverdächtiger wurden Mitte Januar festgenommen. Neben den Drahtziehern konnten den Ermittlern zufolge auch Kuriere und Helfershelfer dingfest gemacht werden. Das Netzwerk der Gruppierung reichte demnach von Deutschland über Rumänien bis nach Spanien.

Rauschgift für den deutschen Markt

Bereits im Sommer und Herbst 2018 konnten die Beamten bei zwei Kontrollen in Berg im Landkreis Hof und auf dem Kölner Großmarkt 200 Kilogramm Marihuana sicherstellen, versteckt unter Melonen- und Pfirsich-Kisten. Das Rauschgift war für den deutschen Markt vorgesehen. Bei Durchsuchungsmaßnahmen in Dormagen entdeckten die Fahnder eine Marihuana-Plantage mit rund 1.000 Pflanzen. Den Wert der sichergestellten Drogen beziffern die Ermittler auf rund zwei Millionen Euro.

Internationale Zusammenarbeit

Der Ermittlungserfolg gelang durch die internationale Zusammenarbeit mit Behörden aus Rumänien und Spanien. Nach der Auswertung von Beweismitteln besteht der Verdacht, dass es zuvor schon acht weitere Schmuggelfahrten mit jeweils 100 Kilogramm Marihuana gegeben haben könnte. Insgesamt ist die Rede von rund einer Tonne Marihuana — diese hätte einen Wert von geschätzt zehn Millionen Euro.

© BR-Studio Franken/Sophia Ruhstorfer

Ermittlungsgruppe Rauschgift sprengt internationalen Drogenschmugglerring