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Sturmtief Eberhard: 200 Einsätze und ein "Problembaum" | BR24

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Nach dem Sturm: Gefällter Baum in der Würzburger Scheffelstraße

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Sturmtief Eberhard: 200 Einsätze und ein "Problembaum"

Rund 200 Einsätze von Feuerwehr und Polizei hat es seit gestern Mittag wegen des Sturmtiefs Eberhard im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Unterfranken gegeben. Menschen kamen nicht zu Schaden. Vor allem ein Baum in Würzburg machte Sorgen.

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Reihenweise sind durch den Sturm Bäume umgestürzt und Autos beschädigt worden. Dächer wurden ganz oder teilweise abgedeckt. Der Sachschaden ist laut Polizei gravierend. So wurde zum Beispiel auf der A7 bei Marktbreit im Landkreis Kitzingen zuerst ein Auto mit einem mit Kanus beladenen Bootsanhänger durch eine Sturmböe umgeblasen, so dass die Autobahn kurzzeitig gesperrt werden musste. Am Abend wurde dann noch ein Solarpanel aus einem angrenzenden Solarpark auf die Fahrbahn geweht. Weil das Panel noch unter Strom stand, mussten Experten anrücken, um es von der Straße zu bergen.

Hochspannungskabel fällt auf Hafenlohrer Privathaus

In Hafenlohr im Landkreis Main-Spessart riss eine 20-kV-Stromleitung auseinander und fiel in den Garten eines Privathauses. In etlichen umliegenden Gemeinden fiel der Strom zum Teil mehrere Stunden aus. Das Haus musste kurzzeitig geräumt werden, um das Hochspannungskabel zu sichern.

Bahnstrecken-Sperrungen im Landkreis Aschaffenburg

In Hofstädten bei Schöllkrippen im Landkreis Aschaffenburg wurde ein komplettes Dach abgedeckt. Von den Kirchen in Glattbach und Daxberg (ebenfalls Lkr. Aschaffenburg) drohten lose Dachteile zu fallen. Zwischen Aschaffenburg und Würzburg und zwischen Hanau und Kahl musste die Deutsche Bahn die Strecken zwischenzeitlich wegen des Sturms sperren. Auch einige Straßen waren wegen umgestürzter Bäume gesperrt: Wenschdorf im Landkreis Miltenberg war über mehrere Stunden abgeschnitten. In Eichenbühl und Neunkirchen kam es zu Stromausfällen.

Würzburger "Problembaum"

Ein 25 Meter hoher Baum, der in der Würzburger Scheffelstraße umzustürzen drohte, bereitet der Polizei bis heute Morgen Kopfzerbrechen. Wie Artur Schmitt, Leiter der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken, dem BR mitteilte, sei gestern Abend bei der Polizei die Meldung eingegangen, dass der Baum umzustürzen droht. Die Polizei habe die ganze Nacht die Gefahrenstelle absperren müssen. Besonders pikant: Der Baum drohte in einen Schulweg zu fallen. Die Schüler mussten einen Umweg nehmen. Außerdem hieß es von der Polizei, dass zwei Wohnungen wegen des Baumes vorsorglich geräumt wurden. Mittlerweile wurde der Baum von der Feuerwehr gefällt.