Silhouette eines Industriegeländes vor hellem Himmel
Bildrechte: BR/Marcel Kehrer

Industriedenkmal Maxhütte: Am 24. September 2002 musste das letzte Stahlwerk Bayerns endgültig seine Tore schließen.

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    20 Jahre Maxhütte-Aus: Was einst war - und was geblieben ist

    20 Jahre Maxhütte-Aus: Was einst war - und was geblieben ist

    Vor 20 Jahren, am 24. September 2002, gingen im traditionsreichen Stahlwerk Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg endgültig die Feuer aus. Es war das letzte Stahlwerk Bayerns mit konventionellem Hochofen. Über viertausend Arbeiter verloren damals ihren Job.

    Am 24. September 2002 musste das letzte Stahlwerk Bayerns, die Maxhütte, endgültig seine Tore schließen. Seitdem zählt das Werk zu den größten Industriedenkmälern im Freistaat. Das ist jetzt 20 Jahre her.

    Namensgeber war König Maximilian II

    1864 war die Maximilianshütte in Betrieb gegangen. Benannt wurde sie nach dem bayerischen König Maximilian II. Die Geschäfte für das Unternehmen liefen gut und es wurde im Laufe der Jahre stetig erweitert. Ein Großteil des gesamten Stahlbedarfs im Freistaat kam zu dieser Zeit aus der Stahlproduktion aus der Maxhütte in Rosenberg.

    Bis zu 8.000 Arbeitskräfte in der Blütezeit

    In der Blütezeit waren dort gut 8.000 Arbeitskräfte beschäftigt, die fast alle aus der Region stammten. Generationen von Familien arbeiteten dort. Die Maxhütte prägte somit die Region über Jahrzehnte hinweg. Ende der 1970er-Jahre entbrannte dann ein politischer Kampf um den Erhalt des Stahlwerks. Am 16. April 1987 meldete es am Amtsgericht in Amberg Konkurs an. Der Anfang eines langen und harten Endes folgte.

    Alle Rettungsversuche scheiterten nach langem Kampf

    Jahrelang versuchten Gewerkschaft und Politiker, das Unternehmen zu retten. Die Befürchtung der Beschäftigten war, dass sie aus ihrer Heimat wegziehen müssen, um arbeiten zu können. Alternative Jobs gab es zu dieser Zeit wenige. Der Oberpfälzer Region drohte der wirtschaftliche Kollaps. Nach zwei Konkursen schloss das Stahlwerk der Maxhütte 2002 endgültig seine Pforten.

    Industriedenkmal erinnert an das traditionsreiche Stahlwerk

    Sulzbach-Rosenberg ist aber nicht zusammengebrochen - ganz im Gegenteil. Heute arbeiten in der Stadt über 9.000 Menschen, so viele wie noch nie. Übrig geblieben ist der alte Hochofen auf dem Gelände. Ein letztes, sichtbares Zeichen der Maxhütte. Ende des Jahres 2021 war das benachbarte Rohrwerk Maxhütte in die Schlagzeilen geraten. Es hatte Insolvenz in Eigenverantwortung angemeldet. Im Juli wurde bekannt, dass die Mertex-Gruppe das insolvente Rohrwerk in Sulzbach-Rosenberg übernimmt. Die 460 Jobs sollen vorerst erhalten bleiben.

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