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Zwei Monate nach Würzburger Kinderporno-Razzia: Auswertung läuft | BR24

© picture-alliance/dpa

Beamter in Polizeidienststelle

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    Zwei Monate nach Würzburger Kinderporno-Razzia: Auswertung läuft

    Auch zwei Monate, nachdem die Kriminalpolizei eine Würzburger Kita wegen des Verdachts auf Kinderpornographie durchsucht hat, werden die sichergestellten Datenträger immer noch ausgewertet. Laut Staatsanwaltschaft Bamberg dauert das noch einige Zeit.

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    Die Ermittlungen im Würzburger Kinderpornographiefall laufen weiter mit Hochdruck, werden aber wegen der nötigen Sorgfalt und der Vielzahl von Datenträgern noch weitere Zeit brauchen, sagte der Bamberger Oberstaatsanwalt Christian Schorr dem Bayerischen Rundfunk. Wann es zu einer Anklageerhebung kommt, ist noch völlig unklar.

    Ermittler identifizierten bislang zwei Tatorte

    Anfang Mai war es den Ermittlern der Bamberger Zentralstelle Cybercrime Bayern gelungen, neben der Kindertagesstätte einen weiteren Tatort zu identifizieren. Demnach wurde auch die Praxis eines 37-jährigen Logopäden im Stadtteil Frauenland als Tatort bestätigt.

    Der Therapeut soll bei seiner Arbeit Jungen sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben. Er war als freiberuflicher Logopäde und Therapeut auch noch in einer weiteren Kita und in einem Sportverein tätig. Die Zahl der nachgewiesenen Opfer bewegt sich Schorr zufolge noch immer im einstelligen Bereich.

    Mehrere Terrabyte an Daten müssen ausgewertet werden

    Im Laufe der Durchsuchungen hatten Beamte eine dreistellige Anzahl von Datenträgern mit mehreren Terrabyte Daten sichergestellt. Dabei handle es sich aber nicht ausschließlich um vom Verdächtigen selbst angefertigtes, sondern auch um in einschlägigen Foren getauschtes Material, so der Staatsanwalt.

    Besonders die bislang unbekannten Filme und Bilder würden von der Sonderkommission "01-2019" eingehend geprüft. Die Ermittler bedienen sich hierbei unter anderem sogenannter Hash-Werte, einer Art Prüfsumme oder Fingerabdruck einer Datei. Auf diese Weise könnten die gefundenen Dateien zunächst mit bekannten kinderpornographischen Filmen abgeglichen werden, so Schorr.