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170 Tonnen schwerer Transporter auf Parkplatz gestrandet | BR24

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Seit mehreren Wochen steht auf dem Parkplatz bei Marktsteft (Lkr. Kitzingen) ein Schwertransport mit einer Stanzenpresse. Der 14-achsige Anhänger ist stillgelegt. Die Besitzer haben den Schwertransport noch nicht wegschaffen lassen.

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170 Tonnen schwerer Transporter auf Parkplatz gestrandet

Stanzen-Presse allein gelassen: Seit drei Wochen steht auf einem Parkplatz bei Marktsteft im Landkreis Kitzingen ein Schwertransport samt Stanzen-Presse. Der Sattelauflieger wurde stillgelegt. Doch die Eigentümer haben ihn bislang nicht fortbewegt.

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170 Tonnen war der Transporter schwer, auf seiner Ladefläche eine Stanzenpresse. Vor drei Wochen befand sich dieses Gefährt auf dem Weg von Italien nach Norddeutschland. Die Polizei hielt den Schwertransport an. Der Fahrer besaß keine gültige Genehmigung. Nun steht der Sattelauflieger noch immer auf einem Parkplatz bei Marktsteft.

Keine gültige Genehmigung für den Schwertransport

Doch nicht nur die Genehmigung fehlte, um den Schwertransport durchzuführen. Der Fahrer war außerdem nicht mit dem richtigen Sattelanhänger unterwegs, teilt die Polizei mit. Kaum zu glauben: "Obwohl der Transport mit einer sehr teuren Presse beladen ist, scheint sich keiner mehr um das gute Stück zu kümmern", schreiben die Beamten.

Fahrer hielt eigentlich wegen Reifenpanne in Marktsteft

Die italienische Halterfirma hat laut Polizei zwar zwischenzeitlich ein deutsches Schwertransportunternehmen beauftragt, um die Presse zu ihrem endgültigen Bestimmungsort zu bringen. Wann dieser Transport durchgeführt wird, ist aber momentan nicht bekannt.

Der 65 Jahre alte Fahrer hatte eigentlich wegen einer Reifenpanne an dem unterfränkischen Parkplatz angehalten. Bei einer dortigen Kontrolle stellten die Beamten dann die Ordnungswidrigkeit fest: Eigentlich hätte der Fahrer laut einer Ausnahmegenehmigung nur mit einem Lkw unterwegs sein dürfen, der höchstens 40 Tonnen Gewicht hat. Das Gefährt war aber mit 170 Tonnen Gewicht mehr als viermal so schwer.

Halterfirma muss mit hohen Kosten rechnen

Der Fahrer musste daraufhin 475 Euro Strafe zahlen, für die italienische Halterfirma wird es dagegen teuer, meldet die Polizei: "Neben etwaigen Straftaten, wie Urkundenfälschung, die jedoch von den italienischen Behörden geahndet werden müssen, kommen auf die Firma Kosten für die sogenannte Einziehung in Höhe von über 60.000 Euro zu."

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