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17 Jahre nach der Tat: Kripo Schweinfurt ermittelt Bankräuber | BR24

© pa-dpa/Paul Zinken

Symbolbild Festnahme eines Tatverdächtigen

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    17 Jahre nach der Tat: Kripo Schweinfurt ermittelt Bankräuber

    Ein 51-jähriger Mann soll für drei Banküberfälle in Ober- und Unterfranken verantwortlich sein. Knapp 17 Jahre nach dem letzten Überfall hat die Kriminalpolizei Schweinfurt jetzt den geständigen Mann ermittelt. Er sitzt in Untersuchungshaft.

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    Wie das Polizeipräsidium Unterfranken heute mitteilt, habe der Mann vollständig eingeräumt, in den Jahren 2001 und 2002 in Ober- und Unterfranken insgesamt drei Banküberfälle begangen zu haben. Der Mitte Oktober in Berlin festgenommene Mann sitzt nun wegen des dringenden Verdachts der vollendeten sowie der zweifachen versuchten schweren räuberischen Erpressung in U-Haft.

    Drei bewaffnete Banküberfälle, zwei ohne Beute

    Der erste Banküberfall ereignete sich am Abend des 28. September 2001 in Oberfranken, in einer Bankfiliale im Raum Bad Staffelstein. Der Täter betrat die Zweigstelle Uetzing gegen 17.30 Uhr, bedrohte die Bankangestellten mit einer Schusswaffe und floh unerkannt mit einer Beute von mehr als 16.000 DM. Am 10. Dezember 2001 schlug vermutlich derselbe Täter in Unterfranken zu, diesmal im Knetzgauer Ortsteil Oberschwappach (Lkr. Haßberge). Auch hier forderte der Bankräuber mit einer Schusswaffe die Herausgabe von Bargeld. Die Bankangestellte glaubte jedoch an einen Scherz und ging nicht auf die Forderung ein. Der Täter brach sein Vorhaben daraufhin ab und machte sich ohne Beute aus dem Staub.

    Überfälle in Uetzing, Oberschwappach und Trunstadt

    Der dritte und letzte Banküberfall ereignete sich wieder in Oberfranken. Am Mittag des 7. Januar 2002 wollte eine Angestellte ihre Bankfiliale in Trunstadt öffnen, als sie im Vorraum von einem maskierten Mann überrascht wurde. Der Täter bedrohte die Frau mit einer Pistole. Als die Zeugin die Waffe erkannte, rannte sie sofort auf die Straße. Der Maskierte türmte – wieder ohne Beute – zu Fuß in Richtung Ortsmitte. Dort verlor sich seine Spur.

    "Altfallrecherche" brachte entscheidenden Fingerabdruck

    Im Rahmen einer sogenannten Altfallrecherche sicherten Beamte der Kripo Schweinfurt Mitte 2018 einen Fingerabdruck aus dem Fall in Oberschwappach. Den Abdruck konnte das Landeskriminalamt dank fortgeschrittener Kriminaltechnik dem ursprünglich aus Oberfranken stammenden Mann zuordnen. Dem Mann drohte wegen anderen Eigentumsdelikten eine Freiheitsstrafe. Er war jedoch über ein Jahrzehnt lang untergetaucht und die Ermittler hatten zunächst keine Anhaltspunkte zu seinem aktuellen Aufenthalt.

    Tatverdächtiger war in Berlin untergetaucht

    Schließlich gelang es, den Mann in Berlin ausfindig zu machen. Wegen der neuen Erkenntnisse erließ die Staatsanwaltschaft Bamberg einen Haftbefehl gegen den Mann. Der Vollzug erfolgte am 16. Oktober 2018 in Berlin durch die dortigen Behörden. Bei der Festnahme waren auch Kripobeamte aus Schweinfurt und ein Vertreter der Staatsanwaltschaft Bamberg dabei.

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    • BR24 Redaktion
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