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15 Cent teurer: Fernwasserversorgung Franken erhöht Wasserpreis | BR24

© picture alliance/Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

15 Cent teurer: Fernwasserversorgung Franken erhöht Wasserpreis

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15 Cent teurer: Fernwasserversorgung Franken erhöht Wasserpreis

Seit neun Jahren hat die Fernwasserversorgung Franken den Wasserpreis nicht erhöht, damit ist jetzt Schluss: Ab 1. Juli kostet der Kubikmeter Wasser 1,20 Euro und damit 15 Cent mehr. Die Erhöhung hat verschiedene Gründe.

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1,20 Euro anstatt 1,05 Euro müssen viele Unter- und Mittelfranken ab dem 1. Juli 2020 für den Kubikmeter Wasser zahlen, denn: Die Fernwasserversorgung Franken (FWF) erhöht den Wasserpreis um 15 Cent. Der Wasserpreis war zuvor seit 2011, also seit neun Jahren, stabil geblieben.

Ein Grund für die Preiserhöhung ist laut Werksleiter Hermann Löhner der Umstand, dass die FWF entstandene Kosten aus den Vorjahren ausgleichen muss. "Zunächst hat sich in dem langen Zeitraum seit der letztmaligen Anpassung zum 01.01.2011 ein erheblicher Nachholbedarf angestaut", teilte die FWF mit. Dieser Nachholbedarf betrage allein für die Jahre 2011 bis 2018 über 18 Millionen Euro.

FWF-Studie: 218 Millionen Euro Investitionsbedarf

Außerdem werden für die kommenden Jahre massive Kosten und Investitionen erwartet. Das gehe aus einer Studie der Fernwasserversorgung hervor, über die auch den Investitionsbedarf bis ins Jahr 2040 ermittelt wurde. Laut Studie beträgt der Investitionsbedarf rund 218 Millionen Euro. Daher sei die Preiserhöhung des fränkischen Wassers für die FWF notwendig.

Klimawandel als Herausforderung für die Wasserwirtschaft

Die Preiserhöhung begründet der FWF außerdem mit den Entwicklungen rund um den Klimawandel, der gerade auch für die Wasserwirtschaft eine Herausforderung sei. Die Sommermonate werden zunehmend heißer, dementsprechend steige auch der Wasserverbrauch der Bürger. Werksleiter Hermann Löhner appelliert daher zu Sparsamkeit im Umgang mit dem Gut Trinkwasser.

400.000 Mittel- und Unterfranken betroffen

Das Versorgungsgebiet der FWF erfasst weite Teile Mittel- und Unterfrankens. Der Fernwasserverband Franken schließt sich aus sechs Landkreisen und einer freien Kreisstadt zusammen. Dazu gehören die Landkreise Ansbach, Erlangen-Höchstadt, Kitzingen, Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim, Schweinfurt und Würzburg sowie Rothenburg o.d. Tauber. 155 Städte, Gemeinden und Gebietskörperschaften sind an die Fernwasserversorgung Franken angeschlossen, so werden rund 400.000 Einwohner mit Trinkwasser versorgt.

Laut FWF ist dieser Preis von 1,20 Euro pro Kubikmeter Wasser bis zum Jahresende 2023 festgeschrieben. Für 2024 soll dann ein neues Preismodell entwickelt werden.

© BR

Seit neun Jahren hat die Fernwasserversorgung Franken den Wasserpreis nicht erhöht, damit ist jetzt Schluss: Ab 1. Juli kostet der Kubikmeter Wasser 1,20 Euro und damit 15 Cent mehr. Die Erhöhung hat verschiedene Gründe.

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