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Bayern

146 Euro für unerlaubtes Parken auf Privatgrundstück | BR24

© Eigentümer Markus Dandorfer

Der Privatparkplatz ist nur für Kunden der anliegenden Geschäfte gedacht.

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    146 Euro für unerlaubtes Parken auf Privatgrundstück

    Unerlaubtes Parken auf Privatgrund kann teuer werden. Eine Autofahrerin in Osterhofen musste dafür 146 Euro bezahlen. Der Parkplatzeigentümer nutzte eine App, um sie ausfindig zu machen und ihr die Kosten für das Falschparken zu berechnen.

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    Eine Zahlungsaufforderung von 146 Euro wegen unerlaubten Parkens auf einem Privatgrundstück in Osterhofen (Lkr. Deggendorf) sorgt derzeit für Streit. Dem Bayerischen Rundfunk sagte der Eigentümer Markus Dandorfer auf Anfrage, er wehre sich mit der App Park-Collect gegen Parksünder. Der Betrag, den die App ausweist, sei deutlich günstiger, als wenn das Auto abgeschleppt worden wäre. Die Fläche sei eindeutig als Privatparkplatz zu erkennen. In der Vergangenheit sei selbst das aufgestellte Halteverbotsschild umgefahren worden, ohne dass sich die Verursacher gemeldet hätten. "Irgendwann war die Schmerzgrenze erreicht", so Dandorfer.

    Parkverstöße über Privatfirma geahndet

    Daraufhin habe er über die App Park-Collect, die von einem privaten Parkraumüberwachungsdienst betrieben wird, ein Foto des widerrechtlich geparkten Fahrzeuges hochgeladen. In der App habe er für den Parkverstoß den Maximalbetrag von 40 Euro als Strafe eingegeben. Der Überwachungsdienst habe ihm dann diese 40 Euro ausgezahlt. Die restlichen 106 Euro behält Park-Collect für diverse Gebühren: Halterermittlung, "Einigungskosten", Telekommunikation sowie gesetzliche Mehrwertsteuer. Die Falschparkerin hatte die Zahlungsaufforderung an ihre Rechtsschutzversicherung weitergeleitet. Diese hat die Kosten übernommen.

    Gebühren auf anderen Privatparkplätzen geringer

    In Osterhofen gibt es weitere Parkplätze mit privater Parkraumüberwachung. Seit über einem Jahr wehren sich Eigentümer eines Supermarktes und eines Fitnessstudios so gegen Dauerparker. Hans Pirkl, Inhaber des Fitnessstudios, erklärt auf BR-Nachfrage, dass dort bei Vergehen Gebühren zwischen 30 und 35 Euro fällig werden. Pro Woche würden zwei bis zehn Fahrzeuge beanstandet.

    Kommunale Parkplatzüberwachung seit zwei Jahren

    Jahrelang konnte in der Stadt Osterhofen kostenlos vor den meisten Geschäften geparkt werden, auch am Stadtplatz. Aufgrund zahlreicher Beschwerden der Geschäftsleute, dass Dauerparker die Plätze belegten, die sie für Kunden benötigten, hat die Stadt reagiert. Seit Juli 2017 setzt die Stadt auf kommunale Parkraumüberwachung. Bei Vergehen fallen 10 bis 25 Euro an. Seitdem seien Dauerparker vermehrt auf Privatparkplätze ausgewichen, wie eine Sprecherin des Ordnungsamtes dem BR auf Anfrage sagte.