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14 Millionen Euro für Reaktivierung der Mainschleifenbahn | BR24

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14 Millionen Euro für Reaktivierung der Mainschleifenbahn

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    14 Millionen Euro für Reaktivierung der Mainschleifenbahn

    Der bayerische Landtag hat sie bereits als "reaktivierungswürdig" eingeschätzt: Ab 2026 soll die Mainschleifenbahn von Volkach nach Würzburg wieder täglich fahren. Doch dafür müssen zunächst einmal rund 14 Millionen Euro investiert werden.

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    Zwar nicht in Edmund Stoibers berühmten "zehn Minuten", aber in 22 Minuten sollen Zugfahrer künftig von Volkach im Landkreis Kitzingen nach Würzburg kommen. Dafür sorgt die Mainschleifenbahn, die reaktiviert und dann ab 2026 wieder in Betrieb genommen werden soll. Doch trotz Zuschüssen vom Freistaat fallen erst einmal Kosten in Höhe von 14 Millionen Euro an.

    Gleise und Weichen müssen erneuert werden

    Diese Summe von 14 Millionen Euro für die Ertüchtigung der Strecke wurde nun in der Sitzung des Kitzinger Kreisausschusses erstmals genannt. Damit werden Bauarbeiten rund um die Infrastruktur finanziert. Gleise und Weichen der Strecke müssen teilweise erneuert werden. Außerdem fließt das Geld in Bahnübergängen und Haltepunkte – Haltestellen der Mainschleifenbahn wären bei Escherndorf, Obereisenheim und Prosselsheim.

    Landkreis Kitzingen tritt Infrastrukturgesellschaft bei

    Tragen wird die Kosten die neu gegründete "Infrastrukturgesellschaft Mainschleifenbahn GmbH" (MSG), der nun auch der Landkreis Kitzingen beigetreten ist. Das wurde in der Sitzung des Kreistages einstimmig beschlossen. Bevor die Mainschleifenbahn wieder fahren kann, muss zuvor eine geeignete Infrastruktur geschaffen werden.

    Kosten für Mainschleifenbahn werden aufgeteilt

    Die Schienenstrecke verläuft jeweils zur Hälfte in den beiden Landkreisen Kitzingen und Würzburg. Daher soll auf diese beiden Mitglieder der MSG auch der größte Gesellschafteranteil entfallen, nämlich insgesamt jeweils 37,5 Prozent. 10 Prozent wird die Stadt Volkach halten, je 5 Prozent der Markt Eisenheim und die Gemeinde Prosselsheim sowie der Förderverein Mainschleifenbahn.

    Der Bund und die Länder haben kürzlich Zuschüsse für die Infrastruktur bei Reaktivierung von Bahnstrecken in Aussicht gestellt. Bis zu 90 Prozent würden demnach bezuschusst.

    Reaktivierung der Strecke seit Jahren diskutiert

    Eine kommunale Allianz, der unter anderem die Lkr. Würzburg und Schweinfurt sowie die Städte Volkach und Würzburg angehören, kämpft seit fast zwei Jahren für eine Reaktivierung der Mainschleifenbahn. Auch in der Politik wird über die Reaktivierung von Bahnstrecken gestritten.

    Eine Potentialanalyse im Auftrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft hat ergeben, dass täglich 1.400 Pendler und Fahrgäste die Zugverbindung nutzen. Der Mindestwert liegt bei 1.000 Fahrgästen pro Tag. Demnach sei die Mainschleifenbahn "reaktivierungswürdig".

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